München,  29. Januar 2020. In Bayern erkranken derzeit jährlich rund 68.000 Menschen an Krebs. Das zeigen Daten des Bayerischen Krebsregisters mit Stand Oktober 2019. "Die Zahl der Neuerkrankungen im Freistaat ist innerhalb von zehn Jahren um etwa vier Prozent gesunken", so Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Dennoch werden die Krebsneuerkrankungen bis 2030 in Deutschland aufgrund der demografischen Entwicklung um rund ein Viertel zunehmen. Bundesweit würden dann pro Jahr über 600.000 Menschen an einer bösartigen Neubildung erkranken." Bredl bezieht sich auf die Publikation "Krebs in Deutschland", Ausgabe 2019, des Robert Koch-Instituts (RKI). 

Neu das Leben meistern - Digitalangebot kann wertvolle Hilfe sein

Die Diagnose "Krebs" stellt das bisherige Leben auf den Kopf. Die Betroffenen müssen diese neue und schwierige Lebenssituation erst einmal verarbeiten. Was bedeutet das alles für mich und meine Familie? Gibt es eine wirksame Therapie? Wie und mit wem kann ich über die Erkrankung sprechen? Für diese und viele weitere Fragen bietet die TK nun den Online-Kurs "Leben mit Krebs" an. Auch betroffene Versicherte anderer Kassen können die Onlinehilfe kostenfrei nutzen.

 "Neben neun Wissensblöcken beispielsweise zur Diagnose, zu Stadien der Erkrankung, zu Symptomen oder zu Therapien, gibt es auch unterstützende Bewegungsübungen und Ernährungsrezepte", sagt Bredl. Der bayerische TK-Chef weiter: "Die physische und mentale Gesundheit wird ebenfalls thematisiert." 

Die häufigsten Krebsarten: Brust-, Darm und Prostatakrebs 

Zu den häufigsten diagnostizierten Krebsarten zählen sowohl in Bayern als auch bundesweit Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs. Sie machen zusammen jährlich mehr als ein Drittel aller neu festgestellten Krebsfälle aus. Daher richtet sich das Angebot vor allem an Patientinnen und Patienten mit einer solchen Diagnose.

Dieses digitale Angebot wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Volker Heinemann, Direktor des Krebszentrums CCC-München und Prof. Dr. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin am Klinikum der Technischen Universität München entwickelt.