Düsseldorf, 13. Dezember 2018. In ländlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist ein Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten bereits heute spürbar. Um den Arztberuf auf dem Land attraktiver zu machen, ändert der Landtag in NRW zum Wintersemester 2019/20 den Zugang zum Medizin-Studium. Neben der Abiturnote sollen andere Auswahlkriterien wie Sozialkompetenz und Empathie stärker zur Geltung kommen.

Barbara Steffens, Leiterin der Landesvertretung NRW der Techniker Krankenkasse (TK): "Das ist ein erster Schritt, junge Menschen als Hausärzte gerade auch für den ländlichen Raum zu gewinnen. Leider reicht das nicht." Ärztinnen und Ärzte, die in unterversorgten Gebieten praktizieren, sollen künftig bundesweit verbindlich über regionale Zuschläge besonders unterstützt werden. Diese zusätzliche finanzielle Förderung wird von der TK begrüßt. "Problematisch ist es, diese Zuschläge auf das Andauern der eingetretenen oder drohenden Unterversorgung zu beschränken. Ein zeitlich befristetes Nachwirken der Zuschläge - die TK schlägt hier zehn Jahre vor - würde die Attraktivität der ländlichen Räume nachhaltig verbessern und mehr Planungssicherheit für die betroffenen Arztgruppen schaffen", so Steffens weiter.