Saarbrücken, 3. September 2021. Die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld lag im Saarland in diesem Sommer deutlich über denen der Vorjahre. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach registrierte die Krankenkasse an der Saar im Juni 2021 mit 286 Anträgen mehr als dreimal so viele wie im Vorjahresmonat (90). Auch im Juli stieg die Zahl von 122 (2020) auf 327 (2021) deutlich.

Im ersten Quartal 2021 hatte sich dagegen noch ein ganz anderes Bild ergeben. Dort verzeichnete die TK mit 680 Anträgen einen Rückgang um mehr als 40 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1.170 gewesen.

"Die Corona-Pandemie hat die Zahlen ordentlich durcheinander gewirbelt. Im April und Mai 2020 war durch den ersten Lockdown und Schließungen von Schulen und Kitas die Zahl der Kinderkrankengeld-Anträge auf einem Tiefststand. 2021 haben die Pandemie und die ergriffenen Maßnahmen besonders im ersten Quartal zu verhältnismäßig niedrigen Werten geführt", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. Dafür habe es nun im Sommer wieder mehr Atemwegserkrankungen bei Kindern und so mehr Anträge auf Kinderkrankengeld gegeben. "Unsere Zahlen bestätigen dabei die Berichte aus den Kinderarztpraxen", so Groh weiter.

Pandemiebedingte Anträge rapide gesunken

Die Anträge auf das coronabedingte Kinderkrankengeld, das im Januar dieses Jahres neu eingeführt wurde, sind hingegen ab Juni 2021 rapide gesunken. Während im Februar noch 441 Anträge bei der TK im Saarland eingingen, waren es im Juni und Juli nur noch 18 beziehungsweise elf. Bis zum Stichtag 31. Juli 2021 erreichten die TK an der Saar seit Einführung der Leistung insgesamt 1.179 pandemiebedingte Anträge auf Kinderkrankengeld.

Hinweis für die Redaktion

Mehr Informationen zum Kinderkrankengeld unter www.tk.de .