Mainz, 21. April 2021. Auf Initiative der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Mainz haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TK bundesweit an zwei gemeinnützigen, nachhaltigen Sammelaktionen beteiligt. Aus ihrem privaten Fundus spendeten sie fast 3.000 ausrangierte Brillen und 1.500 gebrauchte Handys, Tablets und Co. für den Naturschutzbund (NABU) und den Verein "Brillen ohne Grenzen".

Handys für Hummeln

Wenn das Smartphone defekt ist oder nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht, landet es häufig in der Schublade. Rund 105 Millionen ausrangierte Handys lagern nach Angaben des NABU in deutschen Haushalten, könnten aber eigentlich wiederverwendet werden. Unter dem Motto "Handys für Hummel, Biene und Co." ruft der Naturschutzbund deshalb dazu auf, gebrauchte Geräte abzugeben, die dann repariert oder zur Rohstoff-Gewinnung recycelt werden. Der Erlös fließt in den NABU-Insektenschutzfonds.

Cornelia Benzing, Pressereferentin in der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, hat die Teilnahme angestoßen: "Ich habe von dem Projekt erfahren und direkt an mein defektes Handy gedacht, bei dem ich mich schon häufig gefragt habe - wohin damit? Da kam mir spontan die Idee für eine Sammelaktion unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TK deutschlandweit." Dank vieler Mitstreiter, die sich bereiterklärten, die Nachhaltigkeitsaktionen zu unterstützen, wurden in über 60 Dienststellen bundesweit Sammelboxen für gebrauchte Geräte aufgestellt. Das Ergebnis: 1.260 Handys, 162 Ladekabel, 45 Kopfhörer, 16 Tablets, eine Digitalkamera und eine Smartwatch konnten an den NABU übergeben werden. 

Ein zweites Leben für die Brille

Aber nicht nur technische Geräte werden häufig aussortiert. Auch alte Brillen liegen oft ungenutzt im Schrank, wenn sich die Sehstärke verändert hat oder die Fassung nicht mehr gefällt. Dies brachte die TK-Mitarbeiterin auf die Idee, auch den Verein "Brillen ohne Grenzen" mit einer TK-weiten Sammelaktion zu unterstützen. Mit dem Ergebnis von 2.907 ausrangierten Brillen in nur wenigen Wochen hätte sie nicht gerechnet. "Obwohl viele Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice sind, war die Resonanz riesig", so Benzing.

Bei "Brillen ohne Grenzen" werden die Sehhilfen aufbereitet, sortiert und über den französischen Partnerverein "Lunettes sans Frontiere" an Hilfsbedürftige weltweit verschickt. Damit erhalten Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern, die für eine Brille sechs bis acht Monatsgehälter aufbringen müssten, unkompliziert Hilfe. Die gespendeten Brillen ermöglichen ihnen, ohne Behinderung am Erwerbs- und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Nachhaltige Projekte unterstützen 

Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz, der die Aktion vom ersten Moment an unterstützte, zieht ein positives Fazit: "Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Die beiden Aktionen zeigen, dass auch klein gestartete Projekte große Kreise ziehen und viel bewirken können". 

Alte Handys und Brillen können auch weiterhin per Post an den Naturschutzbund oder den Verein "Brillen ohne Grenzen" gespendet werden.