Bremen, 12. Februar 2021. Viele kennen das im Winter: Die Haut wird trocken und schuppig. Menschen mit Neurodermitis sind davon das ganze Jahr über geplagt, hinzu kommt noch ein quälender Juckreiz. Fast zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren im Land Bremen sind davon betroffen. Das ergeben Daten aus dem Neurodermitisreport, den die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit der Universität Bremen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlicht hat.

"Neurodermitis kann grundsätzlich zu jeder Zeit auftreten, häufig beginnt sie aber schon im Säuglingsalter. Die Suche nach den Ursachen, durch die sich das Hautbild verbessert oder verschlechtert, erfordert sehr viel Geduld und Aufmerksamkeit. Dies ist oft mit einem hohen Leidensdruck - für Kinder und Eltern - verbunden", sagt Dr. Susanne Klein, Leiterin der TK-Landesvertretung Bremen. "Eine gute Arzt-Patienten-Beziehung ist gerade bei dieser Erkrankung immens wichtig, damit Ängste abgebaut werden können."

Der Auswertung zufolge bekamen mehr als 30 Prozent der Patientinnen und Patienten eine kortisonhaltige Salbe verschrieben und in etwa jedem zehnten Fall Kortisontabletten. Dabei ist der richtige Umgang entscheidend: Tabletten sind eine Notfallmaßnahme, die Salbe kann etwas länger angewendet werden. Außerhalb der medikamentösen Behandlung können wirkstofffreie Cremes die Beschwerden lindern und die generell sehr trockene Haut stärken.

Hinweis für die Redaktion

Der Neurodermitisreport steht in zwei Versionen zum Download im Portal "Presse & Politik" bereit, einmal in einer Langversion und einmal in einer Kurzversion, die sich insbesondere an interessierte Betroffene richtet. Er enthält auch zahlreiche Tipps zum Umgang mit Neurodermitis.