Hoyerswerda, 29. April 2022. "Patientinnen, Krankenkasse und Leistungserbringer profitieren gleichermaßen", fasst Alexander Krauß, Leiter der TK-Landesvertretung in Sachsen den Vertrag zusammen. Das Medizinische Versorgungszentrum Gynäkologie (Praxisklinik) in Hoyerswerda schließt mit der Techniker Krankenkasse (TK) einen neuen Vertrag über ambulante gynäkologische Operationen. Die Vorteile für die Patientinnen: Doppeluntersuchungen werden vermieden, der Krankenhausaufenthalt entfällt. "Eingriffe, die noch vor wenigen Jahren mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden waren, können mittlerweile auch in hoher Qualität in einer ambulanten OP-Einrichtung oder Praxisklinik durchgeführt werden", so Krauß weiter. 

Vertrags­un­ter­zeich­nung

Matthias Jochmann (Facharzt für Anästhesiologie) und Alexander Krauß (Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen) Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Matthias Jochmann (Facharzt für Anästhesiologie) und Alexander Krauß (Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen)

Praxiskliniken sind in Deutschland noch recht unbekannt. Es gibt zu wenige davon. "Hoyerswerda hat eine Vorzeige-Einrichtung, die sich durch eine sehr hohe Behandlungsqualität und hohe Patientenzufriedenheit auszeichnet. Im Vergleich zu einem stationären Aufenthalt in einer Klinik ist der Aufenthalt kürzer, die Genesung erfolgt zu Hause. Praxisklinik heißt: höchster Standard, moderne Technik und optimierte Betreuung", beschreibt Alexander Krauß das Versorgungsangebot.

Patienten profitieren von optimalen Strukturen

In Deutschland sind die Möglichkeiten der ambulanten Leistungserbringung noch vielfach ungenutzt. Das gilt insbesondere auch für eine Vielzahl von operativen Eingriffen, die oft noch stationär im Krankenhaus erbracht werden. Praxiskliniken und ambulante OP-Zentren können das durch ihre speziell darauf abgestimmten Strukturen mindestens genauso gut und oftmals sogar besser, denn die patientenfreundlichen Versorgungspfade garantieren eine besonders enge Arzt-Patienten-Beziehung. Mit der Praxisklinik Hoyerswerda hat die TK einen starken, modernen und hochqualifizierten Partner für die regionale Versorgung von Patientinnen mit gynäkologischen Operationen in der Lausitz finden können.

Im Opera­ti­ons­saal

Im Operationssaal: Dr. Gerold Kreuz, Matthias Jochmann und Alexander Krauß Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Dr. Gerold Kreuz (Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe), Matthias Jochmann (Facharzt für Anästhesiologie) und Alexander Krauß (Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen)

Matthias Jochmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Medizinisches Versorgungszentrums Gynäkologie in Hoyerswerda: "Die Vermeidung nicht notwendiger stationärer Aufenthalte hat für unsere Patientinnen den Vorteil einer besonders niedrigen Rate an postoperativen Infektionen. Zudem profitieren die Patientinnen von der hohen Behandlungsqualität aufgrund der intensiven Betreuung durch eine kleine Zahl speziell geschulter Ärzte und Schwestern und der unmittelbar an den Eingriff erfolgenden Kommunikation mit den überweisenden Kolleginnen und Kollegen."

Ambulantisierung soll gefördert werden

Der Vertrag zwischen der Praxisklinik Hoyerswerda und der TK schließt eine Reihe von gynäkologischen Operationen ein - wie die Entfernung von gutartigen Muskelknoten (Myome) in der Gebärmutter oder Operationen an den Eierstöcken. Mit der vom Gesetzgeber im Rahmen der Besonderen Versorgung (§ 140a SGB V) gewünschten direkten Zusammenarbeit zwischen Kostenträgern (Krankenkassen) und Leistungserbringern (Vertragsärzte) ist eine hochwertige Versorgung möglich, die auch regionale Besonderheiten berücksichtigt. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag das Ziel vereinbart, die Ambulantisierung bislang unnötig stationär erbrachter Leistungen zu fördern und durch eine sektorengleiche Vergütung weiterzuentwickeln.