Frankfurt am Main, 14. August 2020. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen unterstützt die ehrenamtliche ambulante Sterbebegleitung schwerstkranker Kinder und Erwachsener im laufenden Jahr mit einem Zuschuss von rund 1,4 Millionen Euro. Das sind rund 147.000 Euro mehr als im Vorjahr. Die Gelder fließen an 83 ambulante Hospizdienste in Hessen, die eine besonders qualifizierte ehrenamtliche Sterbebegleitung durchführen. Unter den geförderten Diensten sind acht ambulante Kinderhospizdienste.

Schwerste Lebensphase, die ein Mensch bewältigen muss

"Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist für unheilbar kranke Menschen und deren Angehörige mit Angst und Unsicherheit verbunden, und gerade das Sterben selbst ist sicherlich die schwerste Phase, die ein Mensch meistern muss. Todkranke und deren Angehörige müssen diese fordernde Zeit nicht alleine bewältigen. Sie können sich auf diesem Weg von professionellen Ehrenamtlichen begleiten lassen", sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse in Hessen.

Enormer Beitrag der Ehrenamtlichen

Die ehrenamtlichen Helfer leisten mit ihrer besonderen Fürsorge aus Sicht der TK in Hessen einen enormen Beitrag in der Sterbebegleitung. Die TK setzt die Fördermittel daher vor allem für deren Aus-, Fort- und Weiterbildung ein. Aufgabe der Ehrenamtlichen ist es, die Bedürfnisse und Wünsche des sterbenden Menschen wahrzunehmen und dabei zu unterstützen, dass diese möglichst erfüllt werden können.

Die meisten Menschen wünschen sich, in vertrauter Umgebung und im Kreis der engsten Angehörigen zu sterben. Sie möchten möglichst keine Schmerzen erleiden müssen, letzte Dinge regeln können und sich in vertrauensvollen Gesprächen mit dem Thema Sterben beschäftigen. Sterbende können aber auch, so die Erfahrung der ehrenamtlichen Begleiter, das Bedürfnis nach ganz einfachen Dingen haben, wie beispielsweise einer Berührung oder angenehmen Atmosphäre.

Unterstützung auch der Angehörigen

Wenn Menschen sterben, sind auch die Angehörigen besonders gefordert und belastet - insbesondere dann, wenn Kinder an einer tödlichen Krankheit leiden. Die ehrenamtlichen Helfer begleiten und stärken daher auch die Angehörigen und stehen auf Wunsch der betroffenen Familien auch über den Tod hinaus in der psychosozialen Begleitung als Gesprächspartner beispielsweise zu ethischen und religiösen Sinnfragen zur Seite.

Die Sterbebegleiter unterstützen Sterbende zu Hause, in der Familie, in stationären Pflegeeinrichtungen oder in Krankenhäusern. Zudem werden mit den Fördergeldern der TK ehrenamtliche Sterbebegleitungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung oder in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe finanziert.