Schwerin, 13. März 2021. Rückenschmerzen sind in Mecklenburg-Vorpommern ein häufiger Grund für eine Krankschreibung. Das geht aus den Vorab-Daten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Von den durchschnittlich 19,7 Tagen, die die Beschäftigten 2020 krankgeschrieben waren, entfielen knapp zwei Tage auf die Diagnose Rückenschmerzen. "Rückenbedingte Fehlzeiten variieren in den einzelnen Bundesländern erheblich. Die Mecklenburger und Vorpommern trifft es bundesweit aber mit 1,85 Tagen am häufigsten", bestätigt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.

Statistisch gesehen kommen im Nordosten auf 100 Beschäftigte im Schnitt 185 rückenbedingte Fehltage. Am wenigsten im Kreuz hatten es die Baden-Württemberger (100 Tage). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 128 Tage. In den meisten Fällen gibt es für Rückenbeschwerden keine eindeutige Ursache.

Häufig sind sie ein Zusammenspiel aus Bewegungsmangel, Stress und Fehlbelastung. "Home-Office fordert zudem nach mehr Eigeninitiative. Nicht jeder hat zu Hause einen ergonomischen Bürostuhl, sondern sitzt am Ess- oder Küchentisch", sagt die TK-Landeschefin.

Schonende Therapie anstatt Rücken-OP

Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen es, Behandlungsinstrumente punktgenau und präzise in den verschiedensten Abschnitten der Wirbelsäule zu platzieren. "Diese Therapie ist eine Möglichkeit, um akute und chronische Schmerzen der Wirbelsäule zu behandeln", sagt Neurochirurg Dr. Mario Wähler aus Rostock. Die TK hat mit der Praxisklinik aus Lütten-Klein einen Vertag zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen der Wirbelsäule geschlossen. "Dieser Vertrag gibt uns jetzt die Möglichkeit, unverzüglich und ohne weitere Wartezeiten mit den Behandlungen zu beginnen. Ungeachtet dessen bleiben Wirbelsäulenerkrankungen und deren Schmerzsyndrome eine interdisziplinäre Aufgabe, sodass wir auch weiter sehr eng mit Schmerztherapeuten zusammenarbeiten", so Dr. Wähler.

Hinweis für die Redaktion

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