Stuttgart, 12. Mai 2021. Die Mehrheit der Menschen in Baden-Württemberg hat keine Bedenken, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). So gaben 79 Prozent der Befragten im Land an, dass sie überhaupt keine oder eher keine Angst vor einer Coronaimpfung haben, bundesweit lag dieser Wert bei 83 Prozent. 

15 Prozent haben eindeutig Angst

Allerdings erklärten immerhin 15 Prozent der befragten Baden-Württemberger, dass die Aussage "Ich habe Angst vor der Impfung gegen Corona" auf sie voll und ganz zuträfe und damit deutlich mehr als im Bundesschnitt (sechs Prozent). Weitere sechs Prozent antworteten mit "trifft eher zu". Als Zielwert für die so genannte Herdenimmunität gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aktuell eine Durchimpfungsrate von 80 Prozent der Bevölkerung an.

Impfskepsis oder Nachlässigkeit?

"Noch sind Impftermine sehr gefragt, aber die Tendenz zu einer größeren Impfskepsis in Baden-Württemberg zeigt sich auch bei den Quoten anderer Impfungen, die das RKI jährlich ermittelt, sowie bei der Überprüfung des Impfstatus anlässlich der Schuleingangsuntersuchungen", erklärt Markus Koffner, Leiter Regionales Vertragswesen bei der TK-Landesvertretung.

Niedrige Quote auch bei Grippeimpfung

So war laut KV-Impfsurveillance in der Saison 2019/20 nur knapp jeder Vierte Über-60-Jährige (23,9 Prozent) in Baden-Württemberg gegen Grippe geimpft. Spitzenreiter Sachsen-Anhalt konnte eine Quote von 62 Prozent vorweisen, der Bundesdurchschnitt lag immerhin noch bei 38,8 Prozent. Auch bei der Masern-Impfquote ist das Ländle regelmäßig Schlusslicht.

Hoffen auf ein Ende der Pandemie

"Die Impfung ist für uns der einzige Ausweg aus der Pandemie, und ich hoffe, dass der aktuelle Impfenthusiasmus anhält und sich möglichst viele Menschen für eine Impfung gegen Covid-19 entscheiden", so Koffner. Der Nutzen übertreffe hier deutlich die Risiken. Überzeugungsarbeit könnten laut TK insbesondere die Hausärztinnen und Hausärzte leisten: "Sie haben engen Kontakt zu den Patientinnen und Patienten und sollten durch gezielte und vertrauensvolle Aufklärung mögliche Bedenken ausräumen können."

Hinweis für die Redaktionen 

Für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK vom 9. bis 23. März 2021 bundesweit insgesamt 1.000 Personen ab 18 Jahre befragt.