Stuttgart, 3. Juni 2019. Der Mann von heute engagiert sich mehr in der Kinderbetreuung, doch in den seltensten Fällen als Krankenpfleger der lieben Kleinen. Diesen Part übernehmen in Baden-Württemberg immer noch meist die Mütter. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) im Land und verweist auf eigene Auswertungen. Demnach blieb im vergangenen Jahr bei fast drei Vierteln der Krankschreibungen (74 Prozent) die Mama zu Hause und beantragte Kinderkrankengeld.

Die badischen und schwäbischen Väter liegen damit allerdings nahe am Bundesdurchschnitt - in 27 Prozent der Fälle übernahm deutschlandweit der männliche Elternteil die Krankenpflege. Überdurchschnittlich engagieren sich vor allem die Papas im Osten und hier speziell in Sachsen. Im Freistaat kümmerten sich 2018 in mehr als einem Drittel der Fälle die Väter um die kranken Kinder. Eine Tendenz nach oben ist in Baden-Württemberg allerdings auch zu verzeichnen: Im Jahr 2009 hatte nur in 20 Prozent der Fälle das männliche Elternteil die Krankenpflege übernommen.

Die TK weist darauf hin, dass berufstätige Eltern unter bestimmten Voraussetzungen Kinderkrankengeld erhalten können, wenn sie ihr krankes Kind zu Hause versorgen müssen und deshalb kein Arbeitsentgelt bekommen. Pro Kind und Jahr wird der Ausfall an jeweils zehn Tagen erstattet, für maximal 25 Tage insgesamt. Alleinerziehende haben Anspruch auf die doppelte Anzahl.