Die Gesundheitsversorgung hat sich aufgrund von Forschung und Digitalisierung rasant weiterentwickelt. Behandlungen, die vor ein paar Jahren ausschließlich im Krankenhaus möglich waren, können heute im ambulanten Bereich angeboten werden. Trotz der steigenden Schnittmengen in den Behandlungsprozessen ist das Gesundheitswesen noch immer sehr sektoral geprägt.

Eine Verknüpfung der ambulanten und stationären Sektoren, ergänzt um digitale Versorgungs- und Serviceangebote, kann zu mehr Effizienz, Zielgenauigkeit und Qualität beitragen.

Um dies zu erreichen, sind gemäß den Forderungen der TK zur Bundestagswahl folgende drei Punkte umzusetzen:

1. Onlinebehandlungen integrieren
2. Notfallversorgung reformieren und digitalisieren
3. Digitale Gesundheitsanwendungen (DIGA) weiter voranbringen.

Am Beispiel des KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz) wird deutlich, wie wichtig das Zusammenwirken der Bundes-und Landesebene für eine gemeinsame Zielsetzung ist. Mit der bundeseinheitlichen Vorgabe von Förderschwerpunkten wie Notfall-Versorgung, Cyber-Sicherheit, intersektoralem Handeln und der Möglichkeit der regionalen Umsetzung arbeiten Bund und Land gemeinsam daran, die Digitalisierung in den Krankenhäusern zu stärken. 

Weniger Übertragungslücken - bessere Kooperation 

Bei der Ausgestaltung im Land ist es wichtig, dass die Kernkompetenz aus den Versorgungsbereichen für die Verbesserung der Versorgung zur Verfügung steht. Voraussetzung dafür ist die intra- und intersektorale Kommunikation auf digitaler Augenhöhe. 
So wäre es möglich, ohne Übertragungslücken zum Beispiel die Expertise der Universitätsklinika in Halle und Magdeburg für andere Krankenhäuser oder Fachärzte in der Fläche zu nutzen. Die Kooperation und Spezialisierung, wie im Krankenhausgesetz des Landes verankert, könnte damit gelebt werden.