Die Corona-Pandemie fordert allen Menschen in Rheinland-Pfalz viel ab, insbesondere den Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Die Krankenkassen sind dabei involviert, wenn es darum geht, kurzfristig eingeführte Verordnungen und Regelungen umzusetzen und sicherzustellen, dass die nötigen Mittel zur Verfügung stehen. Außerdem werden ständig praktikable Lösungen gesucht, um die Abläufe im Gesundheitswesen in der Krise so gut wie möglich zu gestalten. 

Angebote der TK

Kundenberatungen der TK in Rheinland-Pfalz

Trotz des Coronavirus sind die Kundenberatungen in Mainz, Koblenz, Ludwigshafen, Kaiserslautern und Trier für Versicherte zu sprechen. Um unnötige Risiken für Kunden und Mitarbeitende zu minimieren, sollen die Versicherten nur in wirklich absolut nötigen Fällen die Kundenberatungen persönlich aufsuchen und ansonsten bevorzugt den Kontakt per Telefon, online ( Meine TK , TK-App ) oder per Post herzustellen.

TK bietet Corona-Patienten Fernbehandlung inklusive E-Rezept 

Die TK bietet Versicherten mit Corona-Infektion oder Corona-Verdacht seit dem 28. April 2020 eine ärztliche Fernbehandlung an. Alle TK-Versicherten mit entsprechenden Symptomen können sich an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr unter der Telefonnummer 040 - 46 06 61 91 00 beraten lassen. Bei Bedarf können die Versicherten sich in einem separaten Angebot - der TK-Onlinesprechstunde - behandeln, Medikamente verordnen und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen lassen.  

Maßnahmen für den stationären Bereich

Finanzielle Unterstützung durch die Krankenkassen in Rheinland-Pfalz

Zusätzlich zu den bundesweiten Regelungen haben die Krankenkassen in Rheinland-Pfalz weitere Maßnahmen vereinbart, um Leistungserbringer zu unterstützen. So wird der landesweite Ausbildungszuschlag für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz vom 15.04.2020 bis 30.09.2020 auf 210 Euro erhöht.

Allianz der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat die überregionale Steuerung übernommen. Es findet eine permanente Kommunikation mit den koordinierenden Krankenhäusern statt, um eine landesweit abgestimmte, bestmögliche Versorgung der COVID-19-Erkrankten zu gewährleisten.
Wie genau das Konzept zur weiteren Sicherstellung der regionalen stationären Versorgung aussieht, ist hier nachzulesen: 

Leistungen im ambulanten Bereich:

Finanzielle Regelungen

Hausbesuche bei Patienten, die nicht selbst eine Teststation aufsuchen können, werden mit 100 Euro vergütet. 
Corona-Ambulanzen erhalten eine Pauschale von 50 Euro im Quartal je Patient.

Krankschreibung bis zu 14 Tage nach telefonischer Rücksprache

Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) für sieben Tage ausgestellt bekommen. Bei Fortbestehen der Erkrankung kann dies einmalig verlängert werden. Patienten müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen.

Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen (bisher 20 Prozent) aufgehoben, zunächst für das zweite Quartal 2020. 

Per Videotelefonie umfassende Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen

Bis Mitte Juni können Schwangere und Mütter im Wochenbett verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgreifen. Ziel ist, die Versorgung in dieser außerordentlichen Situation aufrechtzuerhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen zu reduzieren.
Zudem können Hebammen, die länger als 18 Monate nicht freiberuflich tätig waren, ohne bestimmte Maßnahmen wieder freiberuflich arbeiten, um in der aktuellen Lage schneller einsatzbereit zu sein.

Heilmittel-Therapie per Video

Bestimmte Heilmitteltherapien sind auch als Videobehandlung möglich, wenn die Versicherten damit einverstanden sind. Heilmittel, bei denen das grundsätzlich möglich ist, sind beispielsweise Krankengymnastik einschließlich Atemtherapie sowie bei allen Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie und bei der Ergotherapie. Die Regelung ist befristet bis zum 31. Mai 2020.

Rehasport: Bewilligungszeitraum wird verlängert 

Der Bewilligungszeitraum beim Rehabilitationssport und Funktionstraining wird unbürokratisch um die Zeit der Aussetzung der Übungsveranstaltungen verlängert. Hierzu bedarf es keiner besonderen Antragstellung durch die Versicherten bzw. die Leistungserbringer.

Vereinfachte Abgaberegelungen für Medikamente in Apotheken

Apotheker können allen gesetzlich Versicherten statt einer rabattierten Arznei auch nicht-rabattierte Arzneimittel ausgeben. Dies gilt dann, wenn das rabattierte Medikament in der Apotheke, die der Patient aufsucht, nicht mehr vorrätig ist. Mit der - bis zum 30. April 2020 befristeten - Regelung soll unter anderem verhindert werden, dass die Betroffenen die Apotheke ein weiteres Mal aufsuchen müssen, um ein dort bestelltes Medikament abzuholen.

Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Ärzte und Psychotherapeuten können ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen (bisher 20 Prozent) aufgehoben, zunächst für das zweite Quartal 2020. 

Heilmittel-Therapie per Video

Bestimmte Heilmitteltherapien sind auch als Videobehandlung möglich, wenn die Versicherten damit einverstanden sind. Heilmittel, bei denen das grundsätzlich möglich ist, sind beispielsweise Krankengymnastik einschließlich Atemtherapie sowie bei allen Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie und bei der Ergotherapie. Die Regelung ist befristet bis zum 31. Mai 2020.

Fristen bei Heilmittelversorgung gelockert

Die gesetzlichen Krankenkassen haben sich darauf verständigt, die Regeln für die Heilmittel-Versorgung zu lockern, um Ärzte und Patienten zu entlasten. Die bisher gültigen Fristen - z.B. Beginn der Behandlung innerhalb von 14 Tagen nach Verordnung - wurden ausgesetzt bis zum 31. Mai 2020. Dies gilt nicht für Verordnungen im Rahmen des Entlassmanagements der Krankenhäuser.

Psychotherapeutische Versorgung während der Corona-Pandemie

Einen Frage- und Antwortkatalog zur psychotherapeutischen Versorgung während der Corona-Pandemie hat die Landespsychotherapeutenkammer zusammengestellt.

Leistungen für die Pflege

Zentrale Meldestellen für Pflegefachpersonal

Die Landespflegekammer hat in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz eine zentrale Meldestelle für Pflegefachpersonen und Pflegehilfskräfte eingerichtet, die für einen befristeten Zeitraum wieder in den Pflegeberuf zurückkehren möchten, um bei der Bewältigung dieser gesellschaftlichen Ausnahmesituation zu unterstützen.
Zudem sucht die Pflegekammer Pflegefachpersonen, die gezielt geschult werden möchten, um zeitlich befristet in der Intensivpflege eingesetzt zu werden. Anbieter von Bildungsangeboten wie Grundlagenwissen zu Beatmung und Symptomkontrolle bei COVID-19-Patienten können sich ebenfalls auf der Seite registrieren. 

Mehrwert Pflege - Sofortangebot Corona

Um mit den aktuell besonderen Herausforderungen umzugehen, bietet der Verband der Ersatzkassen (vdek) im Rahmen von MEHRWERT:PFLEGE Sofortmaßnahmen zur Gesundheitsförderung.
Führungskräfte und Mitarbeitende von Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen können sich jetzt für ein virtuelles Kleingruppenformat anmelden - kostenfrei und vertraulich. Unter dem Titel "Prozess der Unsicherheit managen", können sich Führungskräfte einer Organisation zu Themen wie Führen in Krisensituationen, Teamkultur, Selbstführung und Resilienz austauschen und beraten lassen.
Über das Angebot "Stressmanagement in Akutsituationen" erhalten Mitarbeitende Informationen und Unterstützung zu Themen wie Verhaltensstrategien in akuten Stresssituationen und Stärkung der mentalen Gesundheit.

Angebote der Landesregierung

Hotline Fieberambulanz

Bei Verdacht auf eine Infektion sollten Betroffene sich zunächst telefonisch bei der rheinland-pfälzischen 24-Stunden-Hotline "Fieberambulanz" unter der Nummer 0800 99 00 400 melden. Alternativ können sie den bundesweiten Patientenservice unter der Nummer 116117 erreichen. Eine Info-Hotline steht unter 0800 575 81 00 von Montag bis Freitag, 8:00 - 18:00 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 10:00 - 15:00 Uhr zur Verfügung. 

Schutzmasken und -kleidung für Leistungserbringer

Grundsätzlich gilt nach wie vor, dass jeder Träger/jede Institution versuchen muss, die Beschaffung  von Schutzmasken und -kleidung über den allgemeinen Markt anzustreben. Über die zentrale Emailadresse psa@msagd.rlp.de sammelt das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie jedoch Notanfragen aus Einrichtungen der Pflege oder der Eingliederungshilfe, um die angespannte Situation soweit wie möglich durch eine eigene zentrale Beschaffung zu mildern. Sofern eine Zuteilung erfolgt, können sich die Einrichtungen und Dienste die zugeteilte vorhandene Schutzausrüstung bei der regional zugeordneten Ausgabestelle abholen.

teamRLP - Freiwillige Hilfe für Organisationen

Die rheinland-pfälzische Landesregierung und der DRK-Landesverband e.V. haben die Initiative "teamRLP" gestartet. Organisationen, die freiwillige Helfer*Innen brauchen, und Menschen, die ihre Zeit und ihre Hilfe zur Verfügung stellen wollen, finden hier zusammen. 

Tagesaktuelle Informationen der Landesregierung zum Coronavirus

Den tagesaktuellen Stand hinsichtlich der Neuerkrankungen, der Genesenen sowie der Todesfälle durch Corona in Rheinland-Pfalz sowie weitere aktuelle Informationen der Landesregierung stehen im Internet bereit.