Frankfurt am Main, 20. Dezember 2021. Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt die Überarbeitung des hessischen Geriatriekonzepts. Die Krankenkassen, die Hessische Krankenhausgesellschaft und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) haben in den vergangenen Monaten gemeinsam festgelegt, welche Voraussetzungen Kliniken erfüllen müssen, die eine geriatrische Fachabteilung anbieten wollen. "Ziel ist, die Versorgung älterer Patientinnen und Patienten mit ihren besonderen Bedürfnissen zu verbessern", erklärt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

Multiprofessionelle Teams 

Zu den vereinbarten Voraussetzungen gehört unter anderem, dass die Betroffenen von multiprofessionellen Teams betreut werden, die neben Medizinerinnen und Medizinern zum Beispiel auch aus Physiotherapeutinnen und  -therapeuten, Ergotherapeutinnen und  -therapeuten und Sozialdienst-Mitarbeitenden bestehen.

Die Kliniken haben außerdem Vorkehrungen dafür zu treffen, dass kognitiv eingeschränkte Betroffene, die beispielsweise unter Demenz leiden, sowie palliative Patientinnen und Patienten angemessen behandelt werden. "Die Klinken müssen dabei nicht alles selbst leisten. Sie sind ausdrücklich aufgefordert, regionale Kooperationen einzugehen, zum Beispiel mit psychiatrischen Kliniken, Tageskliniken oder Hospizen", so Voß.

Zwingende Qualitätsaspekte

Die Kliniken erhalten eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2024. "Erfüllen sie bis dahin die neu definierten Anforderungen nicht, ist es nur konsequent, wenn sie keine geriatrische Fachabteilung mehr führen dürfen. Eine ernstzunehmende Krankenhausplanung muss zwingend Qualitätsaspekte mitberücksichtigen." Das neue Geriatriekonzept zeige darüber hinaus gute Ansätze für eine sektorenübergreifende Versorgung, "denn die Krankenhäuser sind aufgefordert, sich mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu vernetzen, um auch die ambulante Weiterversorgung der geriatrischen Patientinnen und Patienten sicherzustellen", so Voß.