Berlin/Potsdam, 15. Januar 2021. 464 Berliner und 329 Brandenburger stehen derzeit auf der Warteliste für eine Organspende. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich auf Auswertungen der Stiftung Eurotransplant. Damit ist die Warteliste während der Corona-Krise im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres in beiden Ländern etwas länger geworden. Mitte des vergangenen Jahres standen in Berlin 460 und in Brandenburg 312 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste. Bundesweit liegt die Zahl jetzt bei rund 9.200. 

"Es ist gut, dass die Bereitschaft zur Organspende während der Corona-Pandemie nicht einbricht", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg. Zuvor hatte die dpa unter Berufung auf die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitgeteilt, dass die vorläufigen Organspendezahlen für das vergangene Jahr in Deutschland in etwa auf dem Niveau von 2019 liegen. 

In Berlin hoffen zurzeit 372 Patienten auf eine Spenderniere, 40 auf ein Herz, 32 auf eine Leber, 23 auf eine Bauchspeicheldrüse und 19 Menschen auf eine Lunge. In Brandenburg sind 261 Schwerkranke auf eine neue Niere angewiesen. 33 Betroffene benötigen ein Spenderherz, 22 eine Leber, 14 eine Bauchspeicheldrüse und zwölf eine Lunge. Unter den Wartenden gibt es auch Patienten, die zwei Organe benötigen.

Hinweis für die Redaktion

Die Stiftung Eurotransplant ist als Service-Organisation verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern und arbeitet hierzu eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen.