Saarbrücken, 7. Oktober 2020. Die Corona-Krise hatte in Deutschland kaum Auswirkungen auf das Thema Organspende. Während die Spender-Zahlen in anderen Ländern deutlich einbrachen, lag sie in der Bundesrepublik im März und April trotz der Einschränkungen nur knapp unter den Zahlen von 2019. Das berichtet die Techniker Krankenkasse und beruft sich auf Zahlen von Eurotransplant und der Deutschen Stiftung Organspende (DSO). So kamen zu Beginn des Jahres 75 Prozent der an Eurotransplant gemeldeten Spenden aus Deutschland.

Im Saarland deutlich mehr Organe transplantiert

Im Saarland lässt sich bei den Transplantationen ein leicht positiver Trend erkennen. Die Zahl der hier transplantierten Organe ist von 58 im Jahr 2015 auf 92 im vergangenen Jahr angestiegen. Auch im ersten Halbjahr 2020 wurden an der Saar bereits 43 Organe transplantiert. Trotz-dem standen im Juli dieses Jahres noch 91 Saarländer auf der Warteliste. Am häufigsten benötigen die saarländischen Patienten eine Niere (63 Personen), gefolgt von Leber (15) und Herz (10). Deutschlandweit warteten zum Stichtag 1. Juli trotz der bereits knapp 2.000 Transplantationen im Jahr 2020 noch 9.029 Menschen auf ein Spenderorgan. 

"Es ist wichtig, dass das Thema Organspende weiter viel Aufmerksamkeit bekommt. Denn leider sterben in Deutschland täglich noch immer durchschnittlich drei Menschen, die auf der Warteliste stehen", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland und ergänzt: "Es ist uns daher umso wichtiger, dass jeder für sich seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende trifft und diese dokumentiert." 

Hinweis für die Redaktion

Weitere Info-Materialien zum Thema Organ- und Gewebespenden gibt es online auf tk.de , Suchnummer 2022452. Ein Organspendeausweis steht auf tk.de , Suchnummer 2013420, zur Verfügung.