Mit rund 72.000 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau. Allein in der Region Hannover gibt es jährlich zwischen 1.000 und 1.400 Neuerkrankungen. Bei den meisten der erkrankten Patientinnen sind die Lymphknoten nicht befallen; es ist nicht klar, ob eine vorbeugende Chemotherapie die gewünschte Wirkung bringen wird. Der Biomarker-Test (uPA/PAI-1) gibt Auskunft darüber, ob eine Chemotherapie nach der Operation sinnvoll ist. 

Ver­mei­dung von über­the­ra­pier­ten Pa­ti­en­tin­nen

Die MHH hat ein innovatives Versorgungsangebot entwickelt. Bei dem Test werden charakteristische, biologische Merkmale untersucht, die als Indikatoren für Krankheiten gelten. Zu diesen Markern gehören das Eiweiß Urokinase Plasminogen Aktivator (uPA) und dessen Gegenspieler PAI-1. Ist der Anteil an uPA/PAI-1 im Tumorgewebe niedrig, haben Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, bei denen keine Lymphknoten befallen sind, besonders gute Heilungschancen. Nur, wenn der Anteil einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, ist eine Chemotherapie ratsam.

Wichtig ist, dass die Patientinnen sehr frühzeitig vor der geplanten Operation vom niedergelassenen Facharzt aufgeklärt und beraten werden: Der Test kann nur an frischem Tumorgewebe durchgeführt werden.