Durch die therapeutische Vielfalt und die enge Zusammenarbeit von Neuroonkologen, Neuropathologen, Neuroradiologen, Onkologen und Strahlentherapeuten kann für jeden Patienten eine individualisierte Therapie gewählt werden.

Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Hirntumoren, und nicht bei jedem Tumor ist dieselbe Therapie möglich. Die neurochirurgische Klinik am Frankfurter Universitätsklinikum bietet daher eine große Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten bei Hirntumoren an. Welche Behandlungsmethode gewählt wird, ist von der jeweiligen Art des Hirntumors abhängig. Therapieentscheidungen werden vom Behandlungsteam der Neurochirurgie stets interdisziplinär getroffen und gewährleisten eine bestmögliche Behandlung.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die moderne Neurochirurgie bietet Patienten mit einem Hirntumor neue operative und nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch nicht einmal angedacht waren. Wir können damit im engen interdisziplinären Verbund mit unseren Nachbardisziplinen unseren Hirntumorpatienten eine hochpräzise, bildgebend und molekular orientierte Diagnostik ermöglichen. Dies verbunden mit schonenden Operationsverfahren unter Einsatz modernster Technologien, weitestmöglicher Tumorentfernung unter neurologischem Funktionserhalt und insbesondere Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität", sagt Professor Dr. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Frankfurt.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Prof. Dr. Volker Seifert

Moderne Verfahren

Moderne bildgebende Verfahren wie beispielsweise die funktionelle Kernspintomographie ermöglichen eine präoperative Beurteilung der Lage eines Hirntumors im Verhältnis zu funktionell wichtigen Gehirnregionen. "Ist eine Operation nicht erforderlich oder auch nicht möglich, kann zunächst eine Probeentnahme durchgeführt und nach einer feingeweblichen Untersuchung die Diagnose bestimmt werden", so Professor Dr. Christian Senft, Leitender Oberarzt an der Klinik für Neurochirurgie.

Ist eine Operation unumgänglich, bietet die Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Frankfurt die gesamte Vielfalt an operativen Behandlungsverfahren - auch bei schwierig gelegenen Hirntumoren - an. Mithilfe modernster mikrochirurgischer Verfahren lassen sich operative Behandlungen präzise und schonend durchführen. Ziel ist es dabei, den Tumor so weit wie möglich zu entfernen und gleichzeitig die neurologischen Funktionen zu erhalten.

Höchste Sorgfalt erfordern Tumore, die in der Nähe von eloquenten Bereichen im Gehirn liegen - die etwa für Sprache oder Bewegung zuständig sind. Während der Operation wird die Entfernung dieser Tumoren neurophysiologisch überwacht. Dabei werden verschiedene Techniken angewendet. Die elektrische Stimulation ermöglicht eine Überwachung der Bewegungsfunktion unter Vollnarkose. Bei der sogenannten Wachoperation wird die Sprachfunktion intraoperativ unter lediglich örtlicher Betäubung durch ständige Kommunikation mit dem Patienten überwacht.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Prof. Dr. Christian Senft

Neuronavigation

Ein weiteres wesentliches Instrument in der modernen Neurochirurgie ist die Neuronavigation. Ähnlich einem Navigationsgerät im Auto ist sie ein Hilfsmittel, welches während der Operation in Echtzeit anzeigt, wo sich zum Beispiel ein vom Operateur in der Hand gehaltenes Zeigegerät, ein sogenannter Pointer, befindet. Der Operateur sieht diesen Pointer auf einem durch Kernspintomografie erzeugten Diagnosebild des Patienten. Dadurch kann der Chirurg einerseits den Weg zum Tumor exakt planen und andererseits die Grenzen der chirurgischen Entfernung genau festlegen.

Zudem hat die neurochirurgische Klinik an der Entwicklung der fluoreszenzgestützten Tumorentfernung mitgewirkt. Dabei nimmt der Patient vor der Operation eine Flüssigkeit ein, die das Tumorgewebe während der Operation durch ein spezielles, vom Operationsmikroskop ausgesandtes Licht sichtbar macht. Deutschlandweit einzigartig ist der seit 2004 vorhandene intraoperative Niedrigfeld-Kernspintomograph. Mit diesem mobilen Gerät lässt sich bereits während der Operation verbliebenes Resttumorgewebe erkennen, um es anschließend mit der integrierten Neuronavigation aufzusuchen und zu entfernen. Damit werden Folgeoperationen vermieden

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Prof. Dr. Joachim Steinbach

Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Frankfurt

Professor Dr. Volker Seifert, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, und Professor Dr. Christian Senft, Leitender Oberarzt, sind international bekannte Mikrochirurgen. Die Klinik für Neurochirurgie ist federführend an zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekten zur Erkennung und Therapie von Hirntumoren beteiligt. Die Klinik behandelt und betreut Patienten aus dem gesamten Spektrum der Neurochirurgie auf höchstem universitären Niveau. Für die operativen Aufgaben ist die Klinik mit drei Operationssälen exzellent ausgestattet. Das Dr. Senckenbergische Institut für Neuroonkologie am Universitätsklinikum Frankfurt fördert unter der Leitung von Professor Dr. Joachim Steinbach die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Experten, den Austausch über Forschungsergebnisse sowie die Erforschung von innovativen Behandlungsmethoden.

Universitätsklinikum Frankfurt