Jedes Jahr werden in Hessen rund 12.000 künstliche Hüftgelenke und 10.000 Kniegelenke operiert. Hinzu kommen weitere rund 2.500 Wechseloperationen, das heißt Operationen, in denen ein Kunstgelenk oder Komponenten des Gelenks erneuert werden müssen. Die TK ist der Überzeugung, dass der Wechsel von Endoprothesen in so hoher Zahl nicht sein muss und unterstützt die Arbeit des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD). Jede Wechseloperation bedeutet für die betroffenen Patienten eine Belastung und zusätzliche vermeidbare Schmerzen. Die TK appelliert daher an alle Kliniken, die Gelenkersatz-Operationen anbieten, sich freiwillig am Endoprothesenregister zu beteiligen.

In rund 80 Krankenhäusern in Hessen können sich Patienten künstliche Kniegelenke und in 45 Klinken künstliche Hüftgelenke einsetzen lassen. Diese Krankenhäuser kommen damit auch für eine freiwillige Teilnahme am deutschen Endoprothesenregister infrage. Doch nur etwa 20 hessische Krankenhäuser liefern tatsächlich regelmäßig Daten an die Registrierstelle. Diese Teilnehmerzahlen reichen aus Sicht der TK nicht aus. Häuser, die am EPRD nicht teilnehmen, werden sich langfristig rechtfertigen müssen, warum sie diese Chance der Qualitätsverbesserung nicht wahrnehmen.

Dr. Barbara Voß

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Dr. Barbara Voß

"Das Endoprothesenregister dient der Sicherheit der Patienten. Es ist daher bedauerlich, dass derzeit nicht alle infrage kommenden Kliniken in Hessen regelmäßig Daten an das Register übermitteln."

Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen

Ziel des Endoprothesenregisters

  • Fehler beim Einbau künstlicher Knie- und Hüftgelenke und
  • Produktmängel oder Serienfehler bei Endoprothesen aufzudecken.

So kann man mehr über die Standzeit künstlicher Gelenke erfahren, also über die Zeit, in der Implantate im Körper funktionstüchtig sind.

Vorteile für teilnehmende Krankenhäuser

Der Vorteil für die Krankenhäuser, die am EPRD teilnehmen, ist: Sie werden regelmäßig darüber informiert, wie sich die Prothesen bewähren, nachdem die Patienten das Krankenhaus verlassen haben.

Die Kliniken erhalten einmal jährlich eine Auswertung des EPRD mit folgenden Angaben:

  • welche Prothesen in ihrem Haus wie häufig eingebaut wurden,
  • wie sich die Zahl der Wechseloperationen entwickelt hat
  • und warum es zu Revisionen gekommen ist.

Die Berichte informieren Kliniken auch, wenn Prothesen in einem anderen Krankenhaus gewechselt werden. Bei Rückrufaktionen können die betroffenen Patienten identifiziert und benachrichtigt werden.