Schwerin, 11. September 2019. Anlässlich des am kommenden Dienstag stattfindenden Welttags der Patientensicherheit begründen die Techniker Krankenkasse (TK) und die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) ein verstärktes Engagement im Bereich Patientensicherheit. Fortan werden die UMG und die TK noch enger für die Patientensicherheit in Mecklenburg-Vorpommern zusammenarbeiten. Mit der Absicht, ein Exzellenzzentrum Patientensicherheit zu gründen, zielen die Partner vor allem darauf ab, moderne Verfahren der Diagnostik schneller in die Regelversorgung zu überführen. 

Blutkulturschnelldiagnostik im Kampf gegen Sepsis

Die Blutvergiftung, fachsprachlich auch Sepsis genannt, ist ein lebensbedrohlicher Notfall und die dritthäufigste Todesursache in deutschen Krankenhäusern. Die frühzeitige Diagnose und zielgerichtete Behandlung ist bei dieser zeitsensiblen Erkrankung essentiell. Da die Symptome einer Sepsis nicht selten sehr unspezifisch sind, ist die Blutkulturdiagnostik ein wichtiges Mittel, um Blutvergiftungen schnell und sicher zu diagnostizieren. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Exzellenzzentrum Patientensicherheit“ soll die Blutkulturschnelldiagnostik rund um die Uhr verfügbar gemacht werden.  

Moderne Melde-Tools nutzen und Fehler erkennen bevor sie passieren

"Bereits heute können wir mit digitalen Projekten die Patientensicherheit verbessern", so Manon Austenat-Wied. Ein ganz konkretes Beispiel hierfür sind einrichtungsübergreifende elektronische Fehlermeldesystem in Kliniken. Es handelt sich dabei um Internetportale, auf denen sich Krankenhausangestellte anonym über Fehler und Beinahe-Fehler aus dem Klinikalltag austauschen können. "Ziel ist, dass Krankenhäuser aus den Berichten der anderen Kliniken lernen. Die modernen Kommunikationsmedien bieten uns die Möglichkeit stärker regional und vernetzt zu versorgen.“ bestätigt Austenat-Wied.