Die Verbesserung der Hygiene ist ein zentrales Thema in der Hamburger Gesundheitsversorgung. Die Hygieneverordnung ist dabei ein erster, wichtiger Schritt. Ihr Ziel ist es, die Gefahr von Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) und mit Krankenhausinfektionen zurückzudrängen.

Aus Sicht der TK reicht dieser Schritt allein aber nicht aus. Wirksamer Schutz vor Infektionen kann nur durch ein Bündel von Maßnahmen erreicht werden. Diese müssen alle relevanten Gesundheitseinrichtungen gemeinsam umsetzen.

Hygienemaßnahmen gezielt einleiten

Entscheidend ist vor allem die Bekämpfung der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen. Wir brauchen Verfahren, um Antibiotika in Arztpraxen, Kliniken oder Pflegeheimen künftig restriktiver einzusetzen. Ein weiterer Baustein ist ein angemessenes Screening-Verfahren bei ausgewählten Patientengruppen. Damit können Hygienemaßnahmen gezielt eingeleitet werden. Und es sollte in allen Gesundheitseinrichtungen selbstverständlich sein, grundlegende Regeln zur Händedesinfektion einzuhalten. Hierfür setzt sich die Aktion Saubere Hände ein.

Hintergrund

Seit 31. März 2012 ist die "Hamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen" in Kraft. Sie setzt damit den bundesgesetzlichen Auftrag aus dem Infektionsschutzgesetz um.

Die "Hygieneverordnung" gilt für Krankenhäuser, Praxen für ambulantes Operieren und Tageskliniken. Aber auch für Vorsorge-, Reha- sowie Dialyseeinrichtungen sowie für Arzt- und Zahnarztpraxen, in denen operiert wird.