Schwerin, 9. September 2020. Mit dem Krankenhaus-Zukunftsgesetz (KHZG) macht die Bundesregierung den Weg frei für ein zusätzliches Investitionsprogramm für die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt werden mit dem Gesetz bundesweit 4,3 Milliarden Euro für Investitionen in die digitale Infrastruktur der Krankenhäuser bereitgestellt. Den Kliniken des Landes stehen davon mehr als 77 Millionen Euro zu. Mit den Mitteln sollen Prozesse innerhalb der stationären und sektorenübergreifenden Versorgung verbessert, sowie die Notfallkapazitäten modernisiert werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt diese Ausrichtung und sieht darin eine Chance für den digitalen Durchbruch in der sektorenübergreifenden Versorgung in den ländlichen Gegenden des Bundeslandes.  

Zukunft der medizinischen Versorgung erfordert Engagement

Die Enquete-Kommission zur Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hat unlängst ihre Arbeit aufgenommen. "Ich mache mich dafür stark, dass die Versorgungsstrukturen im Land am tatsächlichen Bedarf der Menschen ausgerichtet werden. Dazu müssen wir die wohnortnahe Versorgung vor Ort klug mit innovativen Versorgungsansätzen verknüpfen" fordert Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. Das "Zukunftsprogramm Krankenhaus ist für unser Bundesland eine große Chance, um die Versorgungsstrukturen fit für die kommenden Herausforderungen zu machen" betont TK-Landeschefin Manon Austenat-Wied.

Telemedizinische Zusammenarbeit kann die Patientenversorgung sichern

Eine wichtige Rolle für die zukunftssichere Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern wird die gut ausgebaute telemedizinische Infrastruktur spielen. Diese kann Defizite im Bereich der Über- und Unterversorgung ausgleichen und gleichzeitig Effizienzpotenziale heben. Mit der verbesserten digitalen Kooperation zwischen einzelnen Kliniken und niedergelassenen Ärzten, können unnötige Strukturen abgebaut werden, um so die knappe Ressource Personal besser auf die einzelnen Bereiche verteilen zu können. Außerdem können durch eine gute Vernetzung und telemedizinische Versorgungspfade Weg- und Wartezeiten eingespart werden und Behandlungspfade abgekürzt werden. Hierbei spielen Telekonsilien und Videosprechstunden eine wichtige Rolle.