Die Ursachen liegen insbesondere in der sektoralen Trennung der verschiedenen Akteure der Notfallversorgung, deren aus Sicht der Patienten unklaren Zuständigkeiten sowie der häufig lückenhaft und unattraktiv organisierten vertragsärztlichen Notfallversorgung. Hinzu kommt, dass Notfallpatienten ihre gesundheitlichen Probleme selten selbst richtig einschätzen können. Die Ersatzkassen haben ein umfangreiches Gutachten vorgelegt, in welchem sie konkrete Lösungsvorschläge machen. Sie schlagen die Vernetzung der Leistungserbringung durch Überwindung der sektoralen Trennung zwischen ärztlichem Notdienst, Notaufnahmen der Krankenhäuser, Rettungsdiensten und der Versorgungssteuerung in der Notfallversorgung vor. Ziel ist es, den Patienten mittels transparenter Strukturen künftig auf den richtigen Behandlungspfad zu lotsen.

Im Sinne dieses Gutachtens fordert die TK die Entwicklung eines Systems der koordinierten Notfallversorgung. In diesem sollen die Träger der ambulanten und stationären Notfallversorgung und der Rettungsdienste auf Basis des vom G-BA zu entwickelnden Stufenkonzepts kooperieren. Hierzu werden an allen Krankenhäusern mit Notaufnahmen in Deutschland Portalpraxen errichtet. Diese sind rund um die Uhr die zentrale Anlaufstelle für alle Notfallpatienten. Die Portalpraxen beurteilen den Behandlungsbedarf und leiten den Notfallpatienten in die richtige Versorgungsstruktur weiter. Hierfür müssen standardisierte Einschätzungen des Behandlungsbedarfs entwickelt und die Qualifikation des nicht-ärztlichen Personals angepasst werden. Teil des Konzepts sind gemeinsame Rettungsleitstellen für die Rufnummern 112 und 116117. Um die enge personelle, räumliche und infrastrukturelle Zusammenarbeit der Träger zu gewährleisten, müssen Kooperationsvereinbarungen geschlossen werden. Darüber hinaus muss auch die Beurteilungs- und Entscheidungskompetenz der Patienten hinsichtlich des eigenen Gesundheitszustandes verbessert werden.

Blogbeitrag von Prof. Dr. Volker Möws zur Notfallversorgung

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Dennis Chytrek Pressereferent und stellvertretender Pressesprecher