Am häufigsten informieren sich die Menschen über die Ergebnisse der Qualitätsprüfung zu 19 besonders häufigen oder komplizierten Behandlungen wie zum Beispiel Operationen am Herzen oder Hüft- und Kniegelenksoperationen.

Qualität wird transparent

Im Sinne der Patientensicherheit setzt sich die TK seit Jahren für eine verbesserte Qualitätstransparenz von medizinischen Leistungen ein und unterstützt aktiv den Bremer Krankenhausspiegel.

Ergebnisse werden mit Ampelfarben Grün, Gelb und Rot bewertet

Die Qualitätsergebnisse werden mit Hilfe von Balkenschaubildern visualisiert und durch leicht verständliche Texte erläutert. Die Ergebnisse der einzelnen Kliniken werden mit den Ampelfarben grün, gelb und rot bewertet und mit den Resultaten auf Landes- und Bundesebene verglichen. "Rote" Ampeln für qualitative Auffälligkeiten sind sehr selten. Veröffentlicht werden die von unabhängigen Prüfgremien ausgewerteten Qualitätsergebnisse der so genannten Externen Qualitätssicherung, der sich alle deutschen Kliniken einmal pro Jahr unterziehen müssen. Die Ergebnisse werden im Bremer Krankenhausspiegel also jährlich aktualisiert.

Hervorragende Qualität bei Hüft- und Kniegelenkersatz

Die jetzt neu veröffentlichten Qualitätsdaten des Jahres 2016, die bundesweit an allen Kliniken einheitlich erfasst wurden, belegen bei allen Qualitätskriterien in den Bereichen Hüft- und Kniegelenkersatz einen sehr guten Qualitätsstandard der Krankenhäuser in Bremen und Bremerhaven. Die Bremer Ergebnisse sind häufig sogar besser als der bundesweite Durchschnitt. So erlangen 99,4 Prozent aller in Bremer Krankenhäusern mit einer neuen Hüfte versorgten Patienten wieder eine gute Beweglichkeit – bundesweit sind es 98,0 Prozent. Maßnahmen zur Sturzprophylaxe werden in Bremen bei 98,0 Prozent der Patienten durchgeführt, im Bundesdurchschnitt bei nur 92,9 Prozent.

Auch bei der Vermeidung von Komplikationen oder beim Schutz vor Wundinfektionen schneiden die hiesigen Kliniken sehr gut und zum Teil noch besser als der Bundesdurchschnitt ab. Und sie sind sehr gut organisiert: Nach einem Oberschenkelhalsbruch sollten Patienten schnell operiert werden. Falls ein künstliches Hüftgelenk die beste Lösung ist, sollte es innerhalb von 48 Stunden nach der Aufnahme ins Krankenhaus eingesetzt werden. Dies ist aus verschiedenen medizinischen Gründen nicht immer möglich, aber in Bremen wird nur bei 11,6 Prozent der Patienten die optimale Frist überschritten – bundesweit sind es 17,5 Prozent.

Projektpartner

Projektpartner des Krankenhausspiegels sind die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, die Ärztekammer Bremen und die Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Bremen.

Weitere TK Angebote

Die TK fördert auch künftig die Stärkung der Patientensouveränität durch laienverständliche Aufbereitung von Fachinformationen und verweist auf die Bremer TK-Position zur Verbesserung der Patientensicherheit und der Qualität von Krankenhausleistungen.

Neben dem Bremer Krankenhausspiegel haben Patienten aus Bremen und Bremerhaven mit dem TK-Klinikführer eine weitere Möglichkeit, mit nach ihrem individuellen Bedarf gezielt zu suchen. Die Techniker hat dazu über 800.000 Versicherte online befragt, die in mehr als 1.000 Krankenhäusern behandelt wurden. Ermittelt wurde unter anderem die Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis, der medizinisch-pflegerischen Versorgung, der Information und Kommunikation im Krankenhaus sowie der Organisation und Unterbringung.