Größere Transparenz, eine bundeseinheitliche Dokumentation und verbindliche Standards sind aus Sicht der Techniker Krankenkasse Grundlagen für eine verbesserte Krankenhaushygiene.

Daten für Patienten zugänglich machen

Die TK fordert, dass MRE-Infektionen verpflichtend gemeldet werden. Derzeit bestehe hier für die Einrichtungen ein zu großer Interpretationsspielraum. Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) und ihre Behandlung sollten nach Auffassung der TK auch im Vergütungssystem für die Kliniken abgebildet werden.

Zudem plädiert die TK dafür, die Ergebnisse der Hygienedokumentationen den Patienten in verständlicher Form zugänglich zu machen. Diese könnten Kliniken somit einfacher miteinander vergleichen. Auch für die Krankenhäuser selbst ist eine Veröffentlichung hilfreich, um ihre eigenen Ergebnisse einordnen zu können.

Händedesinfektion konsequent nutzen

Über die Zahl der betroffenen Patienten gehen die Schätzungen auseinander. Das Bundesgesundheitsministerium spricht von 10.000 bis 15.000 Todesfällen jährlich aufgrund von Krankenhausinfektionen. Um die Zahl zu verringern, plädiert die TK bereits seit Längerem für eine konsequente Händedesinfektion.

"Dies ist eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Maßnahmen. Derzeit dem Thema aber noch längst nicht in allen Kliniken die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet", bemängelt Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. Im Bundesland engagieren sich bislang 32 der 48 Kliniken im Rahmen der bundesweiten "Aktion Saubere Hände". Diese wurde bereits Anfang 2008 ins Leben gerufen.