Das Land Schleswig-Holstein liegt bei der Krankenhausinvestitionsquote im Mittelfeld der Bundesländer. Gemessen am objektiv bestehenden Bedarf an dringend notwendigen Investitionen ist dies bei Weitem nicht genug. Steigende Leistungsmengen sind ein Indiz dafür, dass Krankenhäuser dazu übergehen, fehlende und unbedingt notwendige Investitionsmittel durch vermehrte Erlöse ohne entsprechende Personalzuwächse zu generieren.

Investitionsbedarf von über 500 Millionen Euro

Schleswig-Holstein ist von einem dynamischen Neustrukturierungs- und Zentralisierungsprozess geprägt. Den Investitionsbedarf für die 113 Krankenhausstandorte in Schleswig-Holstein beziffert die Krankenhausgesellschaft auf mehr als 500 Millionen Euro.

Kliniklandschaft sinnvoll weiterentwickeln

Mit dem Investitionsprogramm "IMPULS 2030" trägt die Landesregierung diesem Zustand teilweise Rechnung. Dies kann jedoch nur ein Anfang sein. Bei der Investitionsplanung muss die sinnvolle Weiterentwicklung der zukünftigen Kliniklandschaft berücksichtigt und in zukunftsfeste Standorte investiert werden. Dies entlastet die Kliniken von dem Zwang, Erlöse aus der Krankenbehandlung - die nur zur Deckung der Personal- und Sachkosten dienen - für langfristige Investitionen einzusetzen. Damit werden der Patientenversorgung keine wertvollen Mittel entzogen.