Frankfurt am Main, 20. Januar 2022. Die hessischen Krankenhäuser und Universitätskliniken nutzen offenbar die Chance und wollen in die Modernisierung und Digitalisierung ihrer Häuser investieren. Sie haben dem hessischen Sozialministerium bzw. dem hessischen Wissenschaftsministerium hierzu im vergangenen Jahr einen erheblichen Förderbedarf gemeldet, der aus den Mitteln des vom Bund eingerichteten Krankenhauszukunftsfonds finanziert werden soll. Nach Prüfung aller Projektanträge hat das Land Hessen Ende letzten Jahres beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), das den Fonds verwaltet, für die hessischen Krankenhäuser Gelder in Höhe von fast 220 Millionen Euro beantragt.

Das Hessische Sozialministerium sowie das Hessische Wissenschaftsministerium beteiligen sich zusätzlich mit 52 Millionen Euro. Einen weiteren Teil der Kosten tragen die hessischen Krankenhäuser selbst. Sie können die Fördermittel unter anderem für den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur und Informationssicherheit verwenden. 

Patientinnen und Patienten profitieren

"Es ist ein erfreuliches Signal, dass der Krankenhauszukunftsfonds von hessischen Krankenhäusern so stark nachgefragt wird. Das BAS sollte jetzt zeitnah über die Auszahlung der beantragten Fördermittel entscheiden, damit die Krankenhäuser die genehmigten Gelder zügig für eine moderne technische Ausstattung einsetzen und sich für die Digitalisierung fit machen können", so Dr. Barbara Voß, Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen.  

Elektronische Patientenakte nutzen

Aus Sicht der TK sollten die Häuser jetzt die Gelegenheit ergreifen, um die Digitalisierung konsequent umzusetzen und einheitliche, sektorenübergreifende IT-Lösungen zu schaffen, die auch für Arztpraxen und weitere Akteure des Gesundheitswesens zugänglich sind. Wenn Insellösungen in der IT einzelner Kliniken durch einheitliche Netzwerke abgelöst werden, wird dies die Versorgung der Patientinnen und Patienten deutlich verbessern, beispielsweise indem künftig auch von den Krankenhäusern wichtige Dokumente direkt in die elektronische Patientenakte eingespielt werden können. 

Maximale Fördermittel ausgeschöpft

Vom Land Hessen hat das BAS insgesamt 512 Anträge für Vorhaben von Krankenhäusern und Universitätskliniken mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 219.959.917 Euro erhalten. Damit hat das Land Hessen die zur Verfügung stehenden Fördermittel in der maximal möglichen Höhe ausgeschöpft.