Saarbrücken, 8. März 2019. Krankenkassen und Krankenhausträger im Saarland haben sich auf einen neuen Landesbasisfallwert geeinigt. Diese entscheidende Größe für die Behandlungskosten im Saarland steigt im Vergleich zu 2018 um 2,57 Prozent auf jetzt 3.568 Euro. Das bedeutet auch weiterhin bundesweit den zweithöchsten Wert nach Rheinland-Pfalz. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) mit.

Durch den neuen Landesbasisfallwert können die saarländischen Krankenhäuser auch in diesem Jahr mit einem Erlösvolumen von mehr als einer Milliarde Euro von den gesetzlichen Krankenkassen rechnen. Insgesamt erhalten die saarländischen Kliniken für die gleichen Leistungen 8,1 Millionen Euro mehr als der Bundesdurchschnitt. 

Krankenkassen zahlen viel Geld für bessere Versorgung

Durch die zusätzlichen Mittel soll auch die Situation in der stationären Pflege verbessert werden. Dabei spielen jedoch auch weitere Faktoren eine Rolle. Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren zukünftig auch zusätzlich geschaffenen Stellen in der Pflege sowie zu 100 Prozent die Tarifsteigerungen des Pflegepersonals.

"Die Pflege mit allen Facetten ist eine der größten Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens. Wir als TK wollen unseren Teil dazu beitragen, dass sich die Situation entschärft", erklärt Heiko Vedder, bei der TK im Saarland für Verhandlungen im stationären Bereich zuständig. "Obwohl wir im Saarland schon jetzt den höchsten Ausbildungszuschlag für die Pflegeberufe bezahlen, werden die Kassen zukünftig weitere Gelder zur Verfügung stellen, um die Ausbildungssituation zu verbessern".