An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gibt es seit Anfang 2017 ein neuartiges Nachsorgemodell für Erwachsene und Kinder, denen eine Niere transplantiert wurde. An dem Innovationsprojekt namens "NTx-360°" nimmt auch die Techniker Krankenkasse teil. Das Nachsorgeprogramm wird als sogenannte neue Versorgungsform mit sechs Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert.

Weniger Kli­nik­auf­ent­hal­te - mehr Le­bens­qua­li­tät

Ziel des Projektes ist es, dass das neue Organ möglichst lange funktioniert, die Lebensqualität der Patienten sich verbessert und die medizinische Versorgung der Betroffenen optimiert und wirtschaftlich effizienter wird. Durch die verbesserte Versorgung sollen Komplikationen und damit verbundene Krankenhausaufenthalte verhindert werden.

Ko­or­di­nier­te Nachsorge

Die Nachsorgesituation und -qualität soll durch eine Verbesserung der Zusammenarbeit und Vernetzung der Versorgungsstrukturen, insbesondere zwischen dem NTx-Zentrum und den niedergelassenen Fachärzten optimiert werden. Das Nachsorgeprogramm setzt sich dabei aus mehreren Modulen zusammen, die den gesamten Patienten im Blick haben. Dazu gehören auch telematische Anwendungen, wie eine elektronische Fallakte.

Ganz­heit­li­che Betreuung

Durch die Koordination des gesamten Behandlungsprozess durch ein Fallmanagement, gemeinsamen Televisiten, psychosomatischer Betreuung und ein individuell abgestimmtes sportmedizinisches Training, soll der Patient optimal und ganzheitlich versorgt werden.

Für Kinder und Er­wach­se­ne

Neben Erwachsenen richtet sich das Programm auch an Kinder und Jugendliche. Gerade Jugendlichen wird in der Transitionsphase (Übergang in die Erwachsenenmedizin) Unterstützung beim Wechsel angeboten.

Das Innovationsprojekt wird evaluiert. Ziel des NTx-360°-Forschungsprojektes ist es, eine koordinierte Versorgung nach Nierentransplantationen zu etablieren.