Hamburg, 28. Februar 2022. In Hamburg warten laut Eurotransplant 181 Menschen auf eine lebensrettende Organspende. Zwar stehen 86 Prozent der Menschen in Norddeutschland dem Thema Organspende grundsätzlich positiv gegenüber. Aber es besitzen nur vier von zehn (40 Prozent) einen ausgefüllten Organspendeausweis. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Forsa-Instituts, die von der Techniker Krankenkasse (TK) in Auftrag gegeben wurde. "Jeder Mensch sollte für sich persönlich entscheiden, ob eine Organspende für sie oder ihn in Frage kommt. Wichtig ist, diese Entscheidung mit anderen zu teilen und am besten auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Denn im Fall eines Falles hat man wenig Zeit und steht unter einem enormen psychischen Druck - da ist es für alle, auch für die Angehörigen, sehr wichtig, diese sehr persönliche Entscheidung zu kennen", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. In der Hansestadt wurden im vergangenen Jahr 182 Transplantationen vorgenommen.

Mehr Informations- und Beratungsmöglichkeiten durch neues Organspendegesetz

Am 1. März 2022 tritt das "Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende" in Kraft. Es wurde vor zwei Jahren verabschiedet, um unter anderem einen besseren Informationsfluss zum Thema Organspende sicherzustellen und ein Online-Register einzuführen. Darin sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung zur Organspende dokumentieren und jederzeit anpassen können. Aufgrund der Corona-Pandemie können aber einige Maßnahmen nicht wie geplant zu Anfang März starten, heißt es von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums. Das Online-Register werde nicht vor Ende dieses Jahres eingeführt. "Bis die Maßnahmen des neuen Organspendegesetzes umgesetzt werden können, ist es weiterhin von Bedeutung, sich zu informieren. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die TK bieten dazu Materialien auf ihren Webseiten", so Puttfarcken.

Informationen für die Redaktionen

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der TK im Dezember 2021 bundesweit 1.000 Menschen bevölkerungsrepräsentativ telefonisch zum Thema Organspende befragt. Unter dem Begriff Norddeutschland sind die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst.

Hier finden Sie weitere Infos zur Organspende  und einen  TK-Podcast "Ist das noch gesund?" . Außerdem können Sie sich auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informieren.