Dresden, 4. Juni 2021. Die Zahl der Menschen, die in Sachsen auf ein Spenderorgan warten, ist im Vergleich zum Stand Anfang des Jahres etwas gesunken. Zum Stichtag 1. Juni 2021 waren laut Eurotransplant 435 Menschen in Sachsen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Im Januar 2021 waren es noch 466 Menschen. Besonders oft hoffen die Patientinnen und Patienten hierzulande auf eine neue Niere (315). Auf ein Herz warten gegenwärtig 39 Menschen, auf eine Leber 64, auf eine Lunge 10 und auf eine Bauchspeicheldrüse 25.

Individuelle Entscheidung im Organspende-Ausweis dokumentieren

Laut einer Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) im Dezember 2019 stehen 85 Prozent der Menschen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt einer Organspende eher positiv gegenüber - aber nur 27 Prozent besitzen einen Organspende-Ausweis. 65 Prozent von denen, die keinen Organspende-Ausweis besitzen, wären bestimmt bzw. wahrscheinlich bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Katrin Lindner, Sprecherin der TK in Sachsen: "Es ist wichtig, dass sich jeder mit diesem Thema auseinandersetzt, für sich eine ganz persönliche Entscheidung trifft und diese auch im familiären Umfeld bespricht." Die Entscheidung, für oder gegen eine Organspende, wird im Organspende-Ausweis dokumentiert und kann jederzeit geändert werden. 

Hinweis für die Redaktion

Die aktuellen Wartelistezahlen stammen von der Stiftung Eurotransplant mit Sitz in Leiden/Niederlande. Eurotransplant ist verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern. Weitere Infos zum Thema Organspende gibt es auch auf tk.de. Informationen zu den Voraussetzungen zu Organtransplantationen während der Coronapandemie findet man auf den Seiten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Ein Organspende-Ausweis steht hier zur Verfügung.