Schwerin, 12. November 2019. Zur Jahresmitte (Stichtag 1. Juli 2019) standen 210 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Auf eine Niere warten 157 von ihnen, 31 auf eine Leber und 20 auf ein Herz. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich auf Zahlen der Stiftung Eurotransplant. Um die Organspendezahl zu erhöhen, informieren die Krankenkassen ihre Versicherten alle zwei Jahre über das Thema. Im aktuellen Mitgliedermagazin der TK gibt es daher einen großen Sonderteil zur Organ- und Lebendspende.

TK-Landeschefin Manon Austenat-Wied: "Unser Ziel ist, dass die Menschen eine informierte Entscheidung treffen können. Ob man seine Organe spenden möchte oder nicht, sollte letztlich jeder für sich entscheiden und entsprechend dokumentieren."

Politik diskutiert: Widerspruchslösung oder Entscheidungslösung?

Gegenwärtig werden in Deutschland zwei Verfahrensweisen diskutiert, um die Organspenderzahl zu erhöhen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt für eine doppelte Widerspruchslösung. Damit würde jeder Bundesbürger nach seinem Tod automatisch Organspender, wenn er oder seine Angehörigen nicht aktiv widersprechen. Die Anhänger der Entscheidungslösung hingegen machen sich stark für eine regelmäßige, neutrale und ergebnisoffene Informationskampagne, damit die Bürgerinnen und Bürger eine fundierte Entscheidung für oder gegen eine Organspende treffen können.

Aktuelle Informationen zum Stand der politischen Diskussion sowie weitere Info-Materialien zum Thema Organ- und Gewebespenden . Ein Organspendeausweis steht ebenfalls zur Verfügung.