Düsseldorf, 8. Juni 2020. Die Anzahl der postmortalen Organspender stieg in Nordrhein-Westfalen (NRW) von 146 in 2017 auf fast 180 im letzten Jahr - ein Zuwachs von rund 22 Prozent. Damit verzeichnet NRW nach Daten der Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) im zweiten Jahr hintereinander einen Zuwachs. Im Bundesgebiet sank hingegen die Zahl der Spender von 955 in 2018 auf  932 im vergangenen Jahr. Für Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung NRW, zeigt die Entwicklung, "dass die vielfältigen Anstrengungen in NRW ein Bewusstsein für das Thema Organspende geschaffen haben."

Die Techniker Krankenkasse (TK) in NRW informiert ihre Versicherten alle zwei Jahre über das Thema Organ- und Gewebespende. Barbara Steffens: "Organspende ist eine rein persönliche Entscheidung. Wir empfehlen aber den Entschluss für oder gegen eine Organspende in einem entsprechenden Ausweis zu dokumentieren. Ebenso wichtig wie die Dokumentation dieses persönlichen Wunsches ist es, Familienangehörige darüber zu informieren."

Zurzeit hat in NRW knapp die Hälfte der Menschen (47 Prozent) einen ausgefüllten Organspende-Ausweis, in dem sie die Entscheidung für oder gegen eine Spende festhalten, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK. Gleichzeitig stehen 90 Prozent der Befragten in NRW einer Organ- oder Gewebespende nach dem Tod grundsätzlich positiv gegenüber. 

Hinweis für die Redaktion

Zum Thema Organspende hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Dezember 2019 im Auftrag der TK bevölkerungsrepräsentativ 1.002 Erwachsene in Deutschland befragt. Die wichtigsten Ergebnisse zur Forsa-Umfrage Organspende gibt es auf dem Blog "Wir Techniker".