Mainz, 24. Juni 2021. 406 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer warten derzeit auf ein Spenderorgan. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK), basierend auf Auswertungen der Stiftung Eurotransplant. Bundesweit stehen rund 9.200 Menschen auf der Warteliste für eine Organspende.

Die meisten Patientinnen und Patienten in Rheinland-Pfalz, nämlich 335, hoffen auf eine Niere. 43 Betroffene benötigen eine Leber, 18 ein Herz, 14 eine Bauchspeicheldrüse und sieben eine Lunge.

Ein Organspende-Ausweis schafft Klarheit 

"Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und informiert darüber entscheiden, ob sie spenden möchten oder nicht", meint Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz. "Wichtig ist, dass diese Entscheidung auch dokumentiert wird. Dies nimmt die Last von den Angehörigen, die sonst im Falle eines Falles für die Betroffenen entscheiden müssten."

Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende kann im Organspende-Ausweis festgehalten und jederzeit geändert werden. Es gibt auch die Möglichkeit, bestimmte Organe von der Spende auszuschließen oder eine Vertrauensperson zu benennen, die über die Entnahme von Organen bestimmen soll.

Hinweis für die Redaktion

Die aktuellen Wartelistezahlen stammen von der Stiftung Eurotransplant mit Sitz in Leiden/Niederlande. Eurotransplant ist verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern. Weitere Infos zum Thema Organspende gibt es auch auf tk.de. Informationen zu den Voraussetzungen zu Organtransplantationen während der Corona-Pandemie findet man auf den Seiten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).