Für die Qualität eines Krankenhauses sind nicht nur die apparative Ausstattung, das medizinische Leistungsspektrum und die Qualifikation der Mitarbeiter entscheidend. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die empfundene Qualität der Versorgung, wie sie vom Patienten erlebt wird. Daher befragt die TK regelmäßig ihre Versicherten zu ihrer Zufriedenheit mit dem Aufenthalt und der Behandlung im Krankenhaus. Für Hamburg wurden rund 8.260 Fragebögen ausgewertet. Befragt wurden TK-Versicherte, die im Jahr 2015 für mindestens einen Tag stationär behandelt wurden. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, mussten pro Krankenhaus mindestens 30 Rückmeldungen vorliegen.

Hohe allgemeine Zufriedenheit

Die allgemeine Zufriedenheit ist insgesamt hoch. So erreichten die Hamburger Kliniken 81,8 Punkte von 100 möglichen Punkten (Bundesweit 81 Punkte). Auch die Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis ist sehr gut. Hier erreichten die Hamburger Kliniken 80,3 von 100 möglichen Punkten (Bundesweit 79,7 Punkte).

Zitat Maren Puttfarcken

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Maren Puttfarcken

"Wir leisten damit einen Beitrag zur Qualitätstransparenz und bieten für Patienten Orientierung bei der Wahl der geeigneten Klinik. Auch die Krankenhäuser profitieren von unserer Befragung, denn sie erhalten einen ausführlichen Ergebnisbericht, der ihre Stärken und Schwächen im Vergleich ausweist."

Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Entlassmanagement muss verbessert werden

Kritik gab es bezogen auf die Vorbereitung auf die Krankenhausentlassung in Hamburg. Mehr als jeder Fünfte kritisierte, dass sie sich auf die Weiterbehandlung nach dem Klinikaufenthalt schlecht vorbereitet fühle. Hier sollte schnellstmöglich nachgesteuert werden. Seit dem 1. Oktober 2017 ist der neue Rahmenvertrag Entlassmanagement in Kraft. Die Krankenhäuser sind nun verpflichtend, für Patienten nach voll- oder teilstationärem Aufenthalt ein Entlassmanagement zu organisieren.

Patientensicherheit

Zum ersten Mal wurden die Patienten auch zum Thema Patientensicherheit befragt. Knapp 90 Prozent der Patienten fühlten sich während des ganzen Aufenthaltes in "sicheren Händen". Und ebenso viele waren der Ansicht, dass die Patientensicherheit immer oberste Priorität hatte. Doch an der einen oder anderen Stelle hakt es noch in den Kliniken. So war fast jedem Fünften nicht immer ganz klar, wer für die Behandlung und Pflege verantwortlich war. Und jeder Achte hatte das Gefühl, dass die Ärzte "eher nicht" oder "gar nicht gut" über die Vorgeschichte und den Krankheitsverlauf informiert waren.

Der TK-Klinikführer gibt Auskunft

Im TK-Klinikführer können sich die Patienten über die Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit in den Krankenhäusern informieren. Mittlerweile nutzen jährlich 250.000 Menschen dieses Online-Angebot.