Durch das Hygienesonderprogramm werden den Krankenhäusern, zur Erreichung der personellen und organisatorischen Voraussetzungen im Sinne der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Das Hygienesonderprogramm zeigt z. B. durch eine deutschlandweit rückläufige Zahl an Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA), positive Wirkung. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete im vergangenen Jahr 4,97 MRSA-Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit hat M-V die höchste Meldungsrate in Deutschland. Für das Gesundheitsland Nummer eins kann dieser „Spitzenplatz“ nicht akzeptabel sein.

Krankenhaushygiene in Mecklenburg-Vorpommern weiter vorantreiben

Die Techniker Krankenkasse kämpft gegen die Verbreitung von Klinikkeimen und unterstützt die vom Bundesgesundheitsministerium initiierte „Aktion Saubere Hände“. An Rahmen der nationalen Kampagne zur Verbesserung der Compliance im Bereich Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen beteiligen sich gegenwärtig nur 14 Krankenhäuser aus Mecklenburg-Vorpommern. Im Nachbarbundesland Brandenburg sind es mehr als doppelt so viele stationäre Einrichtungen. Wir fordern die Landesregierung und die Landeskrankenhausgesellschaft dazu auf, in den stationären Einrichtungen auf eine verbesserte Hygiene-Compliance hinzuwirken. Als Vorreiterbundesland muss es unser Ziel sein, dass sich alle Kliniken des Landes im Rahmen der Bundeskampagne zertifizieren lassen.

Digitale Technologien in der Krankhaushygiene einsetzen

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über einige herausragende Anbieter zur Verbesserung der Hygiene in Kliniken. So sind in unserem Bundesland bereits Systeme im Einsatz, mit denen digital lückenlos überwacht werden kann, ob sich das Klinik-Personal leitliniengerecht die Hände desinfiziert hat. Unser Ziel ist es, verstärkt auf die Verbesserung der medizinisch-hygienischen Bedingungen in Krankenhäusern hinzuwirken und dazu auch digitale Technologien einzubinden. In enger Kooperation mit der Universitätsmedizin Greifswald und dem Exzellenzzentrum Patientensicherheit werden wir uns für weitere patientenzentrierte Verbesserungen in den Krankenhäusern des Landes einsetzen.