Mit modernster Diagnostik gelingt es den Ärztlichen Experten am Klinikum Fulda, bei drei von vier Betroffenen die Ursachen des Geräuschs zu ermitteln.

Beim pulssynchronen Ohrgeräusch, einem Pochen oder Fauchen, das sich parallel zum Herzschlag bemerkbar macht, ist das Gehör in der Regel intakt. Da eine echte, physikalische Geräuschquelle vorliegt, wird das pulssynchrone Ohrgeräusch auch als "physikalischer Tinnitus" bezeichnet. Dieses zumeist zischende Geräusch kann sogar für andere Personen, etwa den Arzt, mithilfe eines Stethoskops hörbar sein. Die Lebensqualität der betroffenen Personen ist durch das permanente Geräusch oftmals stark beeinträchtigt. Betroffene Patienten können sich am Klinikum Fulda nach einer umfangreichen Diagnostik von den Experten des Klinikums interdisziplinär behandeln lassen.

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Prof. Dr. Erich Hofmann

Zusammenarbeit verschiedenster Disziplinen

Pulssynchrone Ohrgeräusche sind meist einseitig; sie können aber auch, wenn die pathologische Störung bilateral besteht, beidseitig auftreten. Das Geräusch im Ohr kann beispielsweise entstehen, wenn Patienten aufgrund von Schallleitungsstörungen die normalen Strömungsgeräusche des eigenen Körpers stärker wahrnehmen. Oder es wird durch Veränderungen der Blutzirkulation hervorgerufen. Dies kann durch veränderte Fließeigenschaften des Blutes, eine zunehmende Geschwindigkeit oder auch Verwirbelungen des Blutflusses verursacht werden. "Die Ursachen können äußerst vielfältig sein. Das Spektrum reicht von harmlosen Spielarten des Normalen über potenziell gefährliche Gefäßerkrankungen wie arterio-venöse Kurzschlussverbindungen bis hin zu Tumoren. Daher erfordert die Diagnosestellung die Zusammenarbeit von verschiedensten Disziplinen", sagt Professor Erich Hofmann, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie am Klinikum Fulda.

Multidisziplinäres Team

Am Klinikum Fulda sind mit einem multidisziplinären Team beste Voraussetzungen für Diagnostik und Therapie des pulssynchronen Tinnitus gegeben. Die Diagnostik beinhaltet zunächst die Anamnese und eine gezielte klinische Untersuchung. Als bildgebende Verfahren haben sich eine Ultraschalluntersuchung der Kopf-Hals-Gefäße, eine hochaufgelöste Darstellung des Ohres und der Schädelbasis im Computertomogramm sowie eine ausführliche kernspintomographische Diagnostik des Gehirns, der Schädelbasis und der Hirngefäße bewährt. Strukturierte Diagnostikpfade umfassen eine HNO-ärztliche Untersuchung sowie Labor- und bildgebende Untersuchungen. Bis auf die selten notwendige Katheterdarstellung der Kopf-Hals-Gefäße können alle Untersuchungen ambulant durchgeführt werden.

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Prof. Dr. Konrad Schwager

Aufgrund des modernen Geräteparks, der erworbenen Erfahrungen und der engen multidisziplinären Kooperation zählt das Klinikum Fulda deutschlandweit zu den führenden Einrichtungen in der Diagnostik und Therapie pulssynchroner Ohrgeräusche. "Im Anschluss an die umfangreiche Diagnostik tragen wir in einer gemeinsamen multidisziplinären Konferenz die Ergebnisse zusammen. Für die Diagnosestellung berücksichtigen wir alle erhaltenen Untersuchungsbefunde und können bei etwa drei Vierteln der Patienten die Ursache finden", sagt Professor Konrad Schwager, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten am Klinikum Fulda.

Individuelle Therapie

Die Ursache der Geräusche zu diagnostizieren ist von großer Bedeutung, um eine entsprechende Therapie einleiten und die Lebensqualität der Patienten verbessern oder sogar eine Gefahr abwenden zu können. "Wegen der höchst unterschiedlichen Ursachen für das Symptom 'pulssynchrones Ohrgeräusch' ist die Therapie individuell. Bei harmlosen Veränderungen kann es oft schon genügen, die verunsicherten Patienten zu beruhigen. Besteht aber eine behandlungspflichtige Erkrankung, muss die Therapie in einer Operation oder in einem therapeutischen Kathetereingriff bestehen", so Professor Hofmann. 

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie am Klinikum Fulda

Am Klinikum Fulda wird bei der Behandlung von pulssynchronen Ohrgeräuschen großen Wert auf eine fächerübergreifende Kooperation und Kommunikation gelegt. Die beiden Experten bei der Behandlung von pulssynchronen Ohrgeräuschen sind Professor Dr. Erich Hofmann, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, und Professor Dr. Konrad Schwager, Direktor der Klinik für HNO-Krankheiten, Kopf-, Hals- und Plastische Gesichtschirurgie. Beide Chefärzte verfügen über ein großes Fachwissen hinsichtlich der Diagnostik und Therapie von pulssynchronen Ohrgeräuschen und behandeln Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet.