Kiel, 14. März 2019. Chirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule sind eine große Herausforderung für den gesamten Körper - Schließlich bringt jede Operation auch Risiken mit sich. Mit ambulanten mikrotherapeutischen oder minimal-invasiven Eingriffen an der Wirbelsäule bietet die Techniker Krankenkasse (TK) in Zusammenarbeit mit dem Mare Klinikum Kiel-Kronshagen seit diesem Jahr ein neues, schonendes Behandlungskonzept für Rückenleiden an, um die Belastungen und möglichen Risiken einer Wirbelsäulen-Operation zu umgehen. Anlässlich des morgigen Tags der Rückengesundheit zeigt die Kasse Möglichkeiten auf, wie eine OP am Rücken vermieden werden kann.

Versorgungsangebot mit System

Hinter dem Behandlungskonzept des Klinikums steckt ein ausgeklügeltes System, um unnötige Operationen zu vermeiden und die Patienten bei der Therapie ihrer Rückenleiden individuell zu unterstützen. Je nach Schweregrad wird nach einer ausführlichen Voruntersuchung der individualisierte Therapieplan erstellt. Eine der Behandlungsmöglichkeiten ist die Mikrotherapie. Dabei wird unter präziser Steuerung ein Medikament direkt an eine Nervenwurzel gegeben oder Schmerz leitende Nerven werden verödet. Der Patient wird nach diesem Verfahren noch am selben Tag nach Haus entlassen. Falls eine Operation doch unumgänglich ist - zum Beispiel, wenn Verknöcherungen oder Schwächen und Schmerzen auslösende Bandscheibenvorfälle entfernt werden müssen - ist ein minimal-invasiver Eingriff die Lösung. Danach werden die Patienten für in der Regel maximal drei Tage in der Klinik betreut.

Dr. Philip Lübke, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie sowie zertifizierter Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie erklärt die Vorteile des Versorgungsangebots: "Mit dem neu entwickelten Versorgungsmodell von TK und Mare Klinikum stehen den Versicherten moderne, effektive Verfahren zur nicht operativen Behandlung von Rückenleiden zur Verfügung. Und sollte sich eine operative Therapie nicht vermeiden lassen, kann im Rahmen des individuell erstellten Behandlungskonzepts eine minimalinvasive Lösung angeboten werden. Es freut mich, dass die Patienten so Zugang zu Verfahren bekommen, die ansonsten stets mit einer finanziellen Eigenleistung verbunden sind."

Zweitmeinung vor Wirbelsäulen-OP einholen

Nicht immer ist eine Operation an Wirbelsäule und Rücken der richtige oder einzige Weg zur Schmerzlinderung. Bevor sich TK-Versicherte für einen Eingriff entscheiden, können sie deshalb das Angebot "Zweitmeinung Rücken" der TK und der Schmerzklinik Kiel in Anspruch nehmen. "Versicherte sollten sich vor ihrem geplanten Eingriff immer eine zweite Meinung einholen, um Chancen und Risiken besser abzuschätzen und eine informierte Entscheidung zu treffen", empfiehlt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung. Alternativen zur OP sind zum Beispiel eine Physio- oder eine Schmerztherapie. Im Rahmen des Zweitmeinungsverfahrens erhält der Patient in dem Kieler Schmerzzentrum innerhalb von zwei Tagen einen ambulanten Termin, um sich einen unabhängigen schmerztherapeutischen Rat einzuholen. Das Zweitmeinungsverfahren soll so die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Behandlungserfolgs durch fachübergreifende Diagnostik und Therapie erhöhen.

Gezieltes Training gegen Rückenleiden

Mit dem jährlichen Aktionstag zur Rückengesundheit am 15. März wird zur aktiven Prävention von Rückenleiden aufgerufen. 2019 steht er unter dem Motto "Stärke deine Muskeln - bleib' rückenfit!" und fordert zum gezielten, rückengerechten Krafttraining auf. Der TK-Gesundheitscoach kann dabei unterstützen. Das Online-Angebot hilft mit einem maßgeschneiderten Trainingsprogramm dabei, Rückenschmerzen durch mehr Bewegung entgegenzuwirken und Muskeln aufzubauen und zu stärken.

Hinweis für die Redaktion

Die TK sucht besonders qualifizierte Ärzte, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und Physiotherapeuten aus und schließt mit ihnen Verträge zur Integrierten Versorgung wie hier mit dem Mare Klinikum in Kiel-Kronshagen. Das sichert den Versicherten einen hohen Standard bei der Behandlung ohne zusätzliche Kosten.