Kommt es im Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff zu einer Infektion, werden häufig Antibiotika für die Behandlung eingesetzt. Sie können eine bakterielle Infektion in einigen Fällen wirksam bekämpfen. Auch bei Erkältungen werden häufig Antibiotika verschrieben, obwohl diese in den meisten Fällen durch Viren ausgelöst werden. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien. Ein zu hoher Einsatz der Medikamente kann dazu führen, dass die Erreger Resistenzen bilden und nicht mehr mit Medikamenten behandelbar sind.

Ein Aufklärungsprogramm soll deshalb helfen, Ärzte und Patienten für einen bewussten Umgang mit dem Antibiotika-Einsatz bei Atemwegsinfekten zu sensibilisieren. Das Projekt RESIST wurde
von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, acht Kassenärztlichen Vereinigungen - u. a. der KV Brandenburg - und dem Verband der Ersatzkassen e. V. ins Leben gerufen.

Um den sorgsamen Einsatz von Antibiotika im stationären Bereich zu gewährleisten, schreiben die MedHygV der Länder Berlin und Brandenburg eine Dokumentation des Verbrauchs vor. Auf Bundesebene hat das BMG zusammen mit den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie Bildung und Forschung 2015 die "Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie 2020" (DART
2020) verabschiedet. Enthalten sind mehrere Zielsetzungen, die Antibiotikaresistenzen sektorenübergreifend langfristig reduzieren sollen. Die TK begrüßt DART 2020 und weist darauf hin, dass vor allem präventive Hygienemaßnahmen notwendig sind, um den Einsatz von Antibiotika zu vermeiden.

Die ausführliche TK-Position zur Hygiene in Klinik und Praxis in Berlin und Brandenburg

Hygiene-Position-TK

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