Sport ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebens und gehört laut der TK-Bewegungsstudie für jeden Zweiten in Deutschland zur Freizeit selbstverständlich mit dazu. Sport kann jedoch auch zu Überbelastungen oder Unfällen führen. Patienten, die sich im Bereich des Gelenk- und Bänderapparates an der Schulter, am Knie- oder Sprunggelenk oder an der Achillessehne verletzt haben, können von den ärztlichen Experten der Ortho-Klinik Rhein-Main Hilfe bekommen.


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Dr. Adalbert Missalla

"Wir unternehmen bei allen Sportverletzungen, wenn möglich, zunächst einen konservativen, das heißt einen nicht-operativen Behandlungsversuch. Dabei ist es unser Ziel, die Gelenke solange es geht funktionsfähig zu halten, einen Gelenkersatz möglichst zu vermeiden und die Patienten auf das Leistungsniveau vor der Verletzung zurückzubringen. Freizeitsportler erhalten eine Behandlung, wie sie auch Spitzensportler bis zum Wiedererreichen ihrer vollen Funktionsfähigkeit bekommen", sagt Dr. Adalbert Missalla, Facharzt für Orthopädie und Geschäftsführer der Ortho-Klinik Rhein-Main.

Kniegelenk

Das Knie, das beim Gehen, Rennen und Springen unterstützt, ist ein besonders leistungsfähiges Gelenk. Durch einen Meniskus-Schaden oder Kreuzbandriss kann es in seiner Funktion nachhaltig beeinträchtigt werden. Kontaktsportarten wie Fußball oder Skifahren führen besonders häufig zu Verletzungen der Kreuzbänder, die die innere Stabilität des Knies gewährleisten. 40 Prozent aller Knieverletzungen sind Bandverletzungen; in fast zwei Dritteln der Fälle sind die Kreuzbänder betroffen. Die Form des Kreuzbandrisses kann aber sehr unterschiedlich sein.

Bänderverletzungen

Einige Bänderverletzungen des Kniegelenkes werden bei rechtzeitiger Diagnose mit geeigneten funktionellen Schienen und Physiotherapie konservativ behandelt, wodurch Instabilitäten und lange Nachbehandlungszeiten vermieden werden. Ist eine Operation unumgänglich, werden akute Verletzungen des vorderen und des hinteren Kreuzbandes, wenn möglich, mit Kreuzbandnähten als Band- erhaltende Operation durchgeführt. So bleibt die eigene Sensormotorik erhalten.

Muss das Kreuzband zumindest teilweise ersetzt werden, wird während der Operation versucht, das eigene Kreuzband so weit wie möglich zu erhalten. Bei Kreuzbandrekonstruktionen legen die Operateure der Ortho-Klinik u. a. großen Wert auf die sogenannte Press-Fit-Fixation. Bei dieser Operationen handelt es sich um ein operatives Verfahren zur Verankerung von Kreuzbandplastiken nach einem Kreuzbandriss, das ohne körperfremde Materialien im Kanal wie Schrauben oder Klammern auskommt. Dabei wird das aus einer körpereigenen Sehne gewonnene Transplantat mit Hilfe einer knöchernen Verblockung am Knochen dauerhaft fixiert.

Meniskus

Der Meniskus-Knorpel im Knie ist der "Stoßdämpfer" zwischen den Gleitflächen von Oberschenkel und Unterschenkel. Er verteilt die Gesamtlast im Knie und sorgt für die "Gelenkschmierung", Schockabsorption und vor allem für Stabilität. Werden diese Funktionen nicht mehr erfüllt, kann sich eine Kniearthrose entwickeln. Meniskusverletzungen können Folge einer Sportverletzung oder degenerativ, das heißt eine Folge von Abnutzung sein. Sie müssen bei anhaltenden Beschwerden fast immer operativ behandelt werden. Durch eine möglichst zeitnahe Versorgung können Folgeschäden an den Knorpelflächen verhindert werden.

Die häufigsten Meniskus-Schäden sind Ein- oder Abrisse. Vor allem bei Sportunfällen von jungen Patienten kann sich ein Riss wieder vollständig schließen. Gute Heilungsaussichten bestehen, wenn der Meniskus in der Nähe der Kapsel gerissen ist, da im randnahen Bereich die Durchblutung besser ist. Mit Physiotherapie kann der Heilungsprozess unterstützt werden.

Arthrose vermeiden

Ziel der arthroskopischen Operation ist es, ein Maximum des natürlichen Meniskusgewebes zu erhalten, um die Langzeitbelastbarkeit zu gewährleisten. Je weniger funktionsfähiges Meniskusgewebe entfernt wird, desto besser sind die Langzeitprognosen. Bei bestimmten degenerativen Schäden lässt sich eine Teilentfernung des Meniskus nicht vermeiden. Ziel der Operation ist es, die Druck- und Schwerkraft absorbierende Wirkung der Menisci weitgehend zu erhalten und die Arthrose-Entwicklung zu bremsen und zu verzögern. So werden die Gelenkbeschwerden gelindert und die Patienten erlangen wieder ihre volle Beweglichkeit. Patienten, bei denen ein großer Meniskusverlust diagnostiziert wird, kann eine Meniskustransplantation und - bei einer Arthrose - eine Beinachsen-Korrektur helfen.

Kniescheibe

Auch ausgerenkte Kniescheiben werden in der Ortho-Klinik alters- und verletzungsgemäß behandelt. Ein Teil der Patienten kann nicht-operativ behandelt werden, andere werden mit Bandnähten versorgt, bei einigen müssen Operationen an den Kniescheibenbändern, in besonderen Einzelfällen sogar eine Kniescheibengleitlager-Korrektur (Trochleaplastik) durchgeführt werden.

Schultergelenk

Das Schultergelenk ist dank des komplexen Zusammenspiels von Gelenken, Sehnen, Muskeln und Bändern das Gelenk mit der größten Beweglichkeit im menschlichen Körper. Schulterschmerzen sind häufig stark einschränkende und langanhaltende Beschwerden. In der Ortho-Klinik stehen folgende Diagnosen im Vordergrund: Schulter-Engpass-Syndrom, Schultersteife, Verkalkung, Sehnenriss, Schultereckgelenks-Sprengungen, Verschleiß des Schultergelenkes oder die sogenannte Sportler- oder Werferschulter. Bei diesem komplexen Krankheitsbild entwickeln die betroffenen Sportler aufgrund einer wiederholten, sportartspezifischen Überkopfbelastung spezifische Weichteilschäden im Gelenk und dadurch Schulterschmerzen.

Schulterluxation

Eine weitere häufige Sportverletzung ist das ausgekugelte Schultergelenk. Dabei springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne, was meist weitere Verletzungen nach sich zieht. Ist die Diagnose gestellt, muss das Schultergelenk umgehend möglichst sanft wieder eingerenkt werden. Je jünger und je körperlich aktiver ein Patient ist, desto eher müssen die Verletzungen an der Schulter operiert werden. Bei älteren Patienten reichen oft die Ruhigstellung, Schmerzmittel und ein Muskelaufbautraining aus.

Schulterdach-Engpass-Syndrom und Sehnenrisse

Eine der häufigsten Schulterbeschwerden bei Patienten ab 40 Jahren ist das Schulterdach-Engpass-Syndrom. Bei dieser Erkrankung, aber auch bei Rissen des Sehnenmantels des Schultergelenkes (Rotatorenmanschette), wird als erste Maßnahme fast immer eine physiotherapeutische Behandlung durchgeführt. Bei therapieresistenten Beschwerden und Funktionsverlusten erfolgt auch hier ein operativer Eingriff. Mit speziellen Fäden und Ankern werden die Sehnen refixiert, so dass nach Abheilung der Sehnen die Kraft und Funktion der Schulter wiederhergestellt werden.

Schultereckgelenk

Schultereckgelenksprengungen werden entsprechend der Schwere, des Alters des Patienten und der Verletzung entweder nicht-operativ oder operativ behandelt. Dabei spielen traumatische (AC-Gelenk-Luxation) und degenerative (AC-Gelenk-Arthrose) Beschwerden eine wichtige Rolle.

Sprunggelenk

Verletzungen des Sprunggelenks mit Schäden an den Bändern wie etwa Zerrungen oder Rupturen sind meist Folge von Sportunfällen beim Tennis, Handball oder Fußballspielen. Oft genügt aber auch schon ein einfaches "Übertreten" des Fußes. Akute Sprunggelenksverletzungen können meist konservativ mit funktionellen Schienen und Physiotherapie behandelt werden. Nur bei besonders ausgeprägten, chronischen Instabilitäten sind operative Bandrekonstruktionen erforderlich.

Ziel solcher Bandrekonstruktionen ist eine möglichst anatomische Wiederherstellung der Bandverhältnisse, damit das physiologische Gelenkspiel und die volle Beweglichkeit im oberen und unteren Sprunggelenk erhalten bleibt. Störende Einklemmungen, die durch freie Gelenkkörper, Schleimhaut oder Verklebungen verursacht werden können, werden arthroskopisch beseitigt.

Achillessehne

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers - und gleichzeitig eine sehr verletzliche Stelle: Die Achillessehnenruptur gehört zu den häufigsten Sportverletzungen. Zum kompletten Achillessehnenriss kommt es besonders häufig bei Sportarten mit Stop-and-Go-Bewegungen insbesondere bei Ballsportarten. Die Mehrheit der Patienten erleidet einen Achillessehnenriss bei plötzlichen Antritten.

Die akute Teilverletzung der Achillessehne wird, wenn möglich, nicht-operativ mit einer funktionellen Therapie und Ruhigstellung des Beins behandelt. Lediglich große Teilrisse und komplette Risse der Achillessehne müssen genäht werden. Danach ist die reparierte Sehne frühzeitig wieder belastbar und die Patienten können unmittelbar nach dem Eingriff mit einer Physiotherapie und später einer Trainingstherapie beginnen.

Verhalten nach der Therapie

"Wir erläutern den Patienten vor und nach der Therapie ausführlich, wie sie sich verhalten sollen, damit sie ihre Beweglichkeit möglichst rasch wiederherstellen Können. Röntgenbilder und die Untersuchungsergebnisse eines MRT oder CT sowie Fotos und Videos, die während einer Operation aufgenommen wurden, besprechen wir gemeinsam. Auch die Intensität der Belastungsaufnahme legen wir gemeinsam fest", sagt Dr. Missala.

Kooperationen

Die Ortho-Klinik kooperiert eng mit Sportärzten, Orthopäden, Chirurgen, Allgemeinärzten, Physiotherapeuten sowie bei Spitzensportlern mit Bundestrainern, Trainern aus Leistungszentren sowie Mannschafts- und Vereinstrainern. Zudem werden Patienten und Ärzte beraten, ob es sinnvoll ist, eine Zweitmeinung zu der Frage einzuholen, ob eine Operation ratsam ist, und wenn ja, in welcher Form.

In einer unabhängigen Auswertung einer Patientenbefragung durch Medicalnetworks belegt die Ortho-Klinik Rhein-Main bundesweit den 1. Platz hinsichtlich "Zufriedenheit mit der Behandlung". "Darauf sind wir stolz", so Dr. Missalla.

Ortho-Klinik Rhein-Main

Die Ortho-Klinik Rhein-Main ist ein chirurgisches Kompetenzzentrum für die konservative und operative Versorgung von Schulter- und Kniebeschwerden sowie Sportverletzungen. Obwohl die Klinik primär ein Operationszentrum ist, wird häufig zunächst ein nicht-operativer (konservativer) Behandlungsversuch unternommen. Erst wenn die konservativen Therapiemethoden ausgeschöpft sind, prüfen die Ärzte die Möglichkeit einer Operation.

Die meisten operativen Eingriffe erfolgen minimalinvasiv (arthroskopisch) oder mittels offener Techniken. Die Operationen können sowohl ambulant als auch stationär  durchgeführt werden. Bei einem großen Teil der Patienten an der Ortho-Klinik handelt es sich um Spitzensportler aus Sportarten wie Fußball, Handball, Skilaufen, Judo, Ringen, Boxen, Basketball, Schwimmen, Volleyball, Tennis, Triathlon, Badminton oder Laufen. Alle Patienten werden zu ihrer Verletzung und Prognose differenziert beraten und behandelt.

Die Leitung der orthopädischen Abteilung liegt bei den Orthopäden Dr. Adalbert Missalla, Dr. Uwe König und Dr. Michael Joneleit. Dr. Missalla ist Partner des Olympiastützpunkts  Hessen sowie Arzt des Deutschen Judo-Verbandes sowie des Deutschen Sumo-Verbandes. Dr. Joneleit ist Mannschaftsarzt der Offenbacher Kickers, Dr. König betreut das Nachwuchsleistungszentrum der Offenbacher Kickers. Die anästhesiologische Abteilung wird von der Fachärztin Uta Daur-Staufenberg geleitet.