"Als CDU-Landtagsfraktion stehen wir zu den bisherigen Krankenhausstandorten als Orte medizinischer Versorgung. Aber allein die Verfügbarkeit von medizinischem Fachpersonal, genauso wie die Notwendigkeit von Investitionen, machen hier entsprechende Überlegungen notwendig.

Daher haben wir uns für die Erstellung eines Gutachtens stark gemacht, in welchem die Zukunft der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt untersucht werden soll. Dieses wurde auch im Koalitionsvertrag verankert. Wir setzen dabei auf den Dreiklang von Erreichbarkeit, Bedarfsorientierung und Qualität. Schlussendlich geht es ja darum, die Behandlung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Tobias Krull

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CDU-Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt

Dabei ist die Sicherung einer notfallmedizinischen Versorgung der Kernpunkt aller Überlegungen. Durch trägerübergreifende Abstimmungen und Kooperationen der Krankenhäuser gilt es die Behandlungskapazitäten bedarfsgerecht bereitzustellen. Dabei spielen Angebote der Kinder- und Jugendmedizin eine besondere Rolle. Auf Basis des genannten Gutachtens sind dann auch Investitionen vorzunehmen mit dem Ziel, den vorhandenen Nachholbedarf zu decken, dies aber gleichzeitig zielorientiert zu tun. 

Der Ansatz sektorübergreifender Versorgungskonzepte ist jetzt flächendeckend in der Realität umzusetzen. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und die Anbieter anderer medizinischer Angebote sollten sich hier nicht als Konkurrenz sehen, sondern als Partner mit unterschiedlichen Kompetenzfeldern.

Es gibt bereits entsprechende Beispiele, so wie das vorliegende Konzept für den Bereich Altmark oder die örtliche Integration des Medico-Centers als Kassenärztlicher Notdienst in Magdeburg am Standort des Universitätsklinikums Magdeburg. Nur so wird es gelingen, den vorhandenen Bedarf bei der aktuellen Entwicklung im Bereich der Fachkräfte zu decken. Das ersetzt aber nicht die Notwendigkeit, auch hier politische Initiativen zu ergreifen um den Fachkräftebedarf zu decken.

Zudem gilt es die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen. Online-Sprechstunden sind dabei nur der Anfang. Es geht um virtuelle Krankenhäuser, den Abbau von Verwaltungsaufwand bis hin zur Verfügbarkeit von digitalen Endgeräten in stationären Einrichtungen, wie im Bereich der Altenpflege oder Eingliederungshilfe. Das Themenfeld ist breit und eine zielorientierte Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, darunter die Leistungserbringer genauso wie die Krankenkassen, notwendig. 

Zur Person

Tobias Krull ist ausgebildeter Datenverarbeitungskaufmann und seit 1996 Mitglied der Jungen Union und der CDU. Seit 2016 ist er Inhaber des Landtags-Direktmandates Stadtfeld-Ost, Altstadt und alle ostelbischen Stadtteile. Krull ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit, Soziales und Integration  der CDU-Landtagsfraktion und hat zudem verschiedene ehrenamtliche Funktionen inne.