Die Zahl der Patienten, die eine Notfallambulanz in einem Krankenhaus aufsuchen, steigt jedes Jahr. Obwohl der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst in Niedersachsen bereits reformiert wurde sind die Notfallambulanzen zunehmend überlastet. Eine Anpassung der Notfallversorgung ist daher dringend notwendig.

Struktur der Notfallversorgung 

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat Ende 2018 Eckpunkte für eine Notfallversorgung vorgelegt. Diese können bei der Neustrukturierung der Notfallversorgung in Niedersachsen als Blaupause dienen.

Gemeinsame Notfallleitstellen

Vorgesehen ist die Einrichtung von gemeinsamen Notfallleitstellen von Kassenärztlicher Vereinigung und Rettungsdienst, da Patienten nicht immer in der Lage sind, die Notfallsituation richtig einzuschätzen. Ebenso wichtig ist eine in der Gemeinsamen Notfallleitstelle vorgesehene Triage.

Integrierte Notfallzentren

Die Vorschläge, über die Errichtung von integrierten Notfallzentren an ausgewählten Kliniken unter Berücksichtigung der Notfallstufen, sind zu begrüßen. Die Umsetzung wäre auch in Niedersachsen sinnvoll.

Digitaler Zentraler Versorgungsnachweis (IVENA)

Eine digitale Plattform zur Verknüpfung des Notfallrettungsdienstes mit den Aufnahmekrankenhäusern wird bereits in einigen Teilen Niedersachsens mit Erfolg eingesetzt und sollte flächendeckend eingeführt werden. Diese Daten sollten darüber hinaus auch dem ärztlichen Bereitschaftsdienst, den Notfallpraxen und den niedergelassenen Ärzten zur Verfügung stehen.

Gesundheitskompetenz der Patienten stärken

Ergänzend zur Neuorganisation der Notfallversorgung muss die Gesundheitskompetenz der Patienten durch laienverständlich aufbereitete Informationen - unter anderem auch zum Thema 'medizinischer Notfall' - gestärkt werden.

Die TK-Position zur Notfallversorgung in Niedersachsen

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