Schwerin, 2. März 2021. Im Durchschnitt fehlte jeder Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern letztes Jahr 19,7 Tage am Arbeitsplatz. Das zeigen aktuelle Vorabdaten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach sank der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern gegenüber 2019 leicht um 0,8 Prozent. "Dennoch liegt der Krankenstand im Nordosten aber noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 15,1 Tagen", sagt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. "Im Bundesvergleich ist das der traurige Spitzenplatz." Zum Vergleich: Baden-Württemberg hat die wenigsten Fehltage (12,3). 

Um elf Prozent sind besonders Erkältungskrankheiten seit Beginn der Corona-Pandemie zurückgegangen. "Vermutlich lässt diese Abnahme darauf schließen, dass die Abstands- und Hygieneregeln auch dafür sorgen, dass sich andere Infektionserreger nicht so schnell verbreiten", so die TK-Landeschefin.

Krankheitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen nehmen bundesweit seit Jahren zu. Ein Zusammenhang mit der Pandemie lässt sich in Mecklenburg-Vorpommern allerdings nicht erkennen. Statistisch fehlte jeder Mecklenburger und Vorpommern 3,4 Tage aufgrund psychischer Belastungen. 2019 waren es 3,3 Tage.

Covid-19 spielt eine eher untergeordnete Rolle

Die Krankschreibungen aufgrund der Diagnose Covid-19 spielen deutschlandweit eine eher untergeordnete Rolle im Vergleich zu den anderen Erkrankungen. Insgesamt verzeichnete die TK im letzten Jahr rund 5,3 Millionen Krankschreibungen, davon 27.579 aufgrund von Covid-19.

Hinweise für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des Gesundheitsreports 2021. Grundlage dafür bilden die rund 99.000 bei TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG -I Empfänger) aus Mecklenburg-Vorpommern.