Schwerin, 3. Februar 2022. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen in Mecklenburg-Vorpommern war 2021 mit 5,3 Prozent so niedrig wie seit sieben Jahren nicht mehr. Damit setzt sich der Abwärtstrend der letzten Jahre weiter fort. Zuletzt befand sich der Krankenstand im Jahr 2014 mit 5,02 Prozent auf so niedrigem Niveau. Das zeigt eine aktuelle Vorabauswertung des TK-Gesundheitsreports 2022. 

Erkältungen gehen zurück, Covid-19 legt zu 

"Bereits im ersten Pandemiejahr 2020 sind die Krankschreibungen in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund von Erkältungskrankheiten leicht zurückgegangen", erklärt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. "Insgesamt schwankt der Wert des Krankenstands in unserem Bundesland jedoch nicht so stark." 

Auffällig an den Zahlen zum Krankenstand ist, dass die Krankentage in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 19,36 Tagen pro Jahr deutlich über dem Bundesschnitt von 14,5 Tagen liegt. Im Jahr 2020 lag mit 19,8 Tagen ein ähnlich hoher Wert im Bundesland vor.

Rücken, Psyche, Schnupfen

Hauptgrund für die Krankmeldungen waren mit 20,4 Prozent Erkrankungen des Muskelskelettsystems ein. Es folgen psychische Diagnosen mit 19,8 Prozent und Krankheiten des Atmungssystems mit 12,4 Prozent. 

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2022. Grundlage dafür bilden die rund 199.000 bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger) in Mecklenburg-Vorpommern, Stand Januar 2022.  
Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.  

Unter Fehltagen versteht man die Krankheitstage aufgrund von Krankschreibungen. 

Weitere Informationen zum Krankenstand finden Sie hier.