Magdeburg, 1. Juli 2022. Wegen des Verdachts auf einen ärztlichen Behandlungsfehler nahmen im Jahr 2021 in Sachsen-Anhalt weniger Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) Kontakt mit ihrer Kasse auf als in den Vorjahren. Wie die TK mitteilte, meldeten insgesamt 66 Versicherte im Bundesland einen entsprechenden Verdacht. Das waren sechs weniger als 2020 beziehungsweise zehn weniger als im Jahr 2019.

Damit folgt Sachsen-Anhalt dem Bundestrend. Deutschlandweit befürchteten im Jahr 2021 insgesamt 5.981 TK-Versicherte, falsch behandelt worden zu sein. Ein Jahr zuvor waren es 6.017. Mehr als ein Drittel aller Verdachtsfälle entfiel auf den chirurgischen Bereich. Danach folgten Zahnmedizin, sowie Gynäkologie und Geburtshilfe und Allgemeinmedizin.

"Selbstverständlich ist jeder Fall, der sich nach mitunter jahrelanger Prüfung und Verfahrensabwicklung wirklich als Behandlungsfehler herausstellt, ein Fall zu viel. Dennoch sollte man die Zahlen nicht isoliert betrachten", so Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Kasse im Bundesland allein im ambulanten Bereich jährlich weit über eine Million Behandlungsfälle verbucht. Suchant: "Betroffene sollten sich nicht scheuen, ihre Krankenkasse anzusprechen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit vermuteten Behandlungsfehlern zu klären."

Die TK unterstützt ihre Versicherten mit einem Online-Lotsen, einer Beratungshotline (040 - 46 06 61 21 40) und einer Beratungsbroschüre.