Schwerin, 4. Januar 2021. Die Bewältigung der Corona-Pandemie steht weiterhin im Fokus der Gesellschaft und des Gesundheitswesens. Dabei werden Potenziale der Gesundheitsversorgung offengelegt. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat heute in Schwerin drei ihrer Schwerpunkte für die patientennahe und innovative Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern für das neue Jahr veröffentlicht.

Fachärztliche Expertise ortsunabhängig verfügbar machen

Die Corona-Pandemie, erhöhte  Ansteckungsrisiken und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen haben zu einem veränderten Bewusstsein im Gesundheitswesen geführt. Bisher begegnete man Versorgungsproblemen häufig mit lokal verfügbaren Insellösungen. In den letzten Monaten wurde deutlich, dass dieser Ansatz suboptimal ist. Eine passgenaue regionale Versorgung bedeutet, dass Versicherte unabhängig ihres Wohnortes die beste Behandlung erhalten. Digitale Versorgungsansätze ermöglichen dies.

"Versicherte haben immer noch Schwierigkeiten einen Termin in der Augenheilkunde zu bekommen. Aufgrund dessen haben wir uns entschlossen, im kommenden Jahr ein telemedizinisches Projekt in der Ophtalmologie zu starten", so Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.

Spitzenmedizin patientenorientiert vorantreiben

Neben dem Ausbau telemedizinischer Angebote ist die sektorenübergreifende Versorgung weiterhin im Fokus. Gerade ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern kann enorm von einer sektorenübergreifenden Versorgungsplanung profitieren. Derzeit bestimmen zu oft noch finanzielle Anreize darüber, ob eine Behandlung im Krankenhaus oder ambulant erfolgt. Allerdings sollten das Wohl des Patienten und die für ihn beste Behandlung bei dieser Entscheidung im Fokus stehen. Gerade neue Behandlungsverfahren ermöglichen oft einen schonenderen Eingriff im ambulanten Bereich. Gemeinsam mit den Ärzten im Land will die TK in diesem Jahr die Sektorengrenzen weiter aufbrechen. Konkret wird dies im Bereich der Frauenheilkunde. Bislang konnte Frauen mit verlängerter oder verstärkter Regelblutung nur durch eine Gebärmutterentfernung geholfen werden. Mit der Goldnetz-Methode existiert bereits ein alternatives Behandlungsverfahren. "Damit gehören bei dieser Indikation, Eingriffe der Gebärmutterentfernung hoffentlich der Vergangenheit an", betont Austenat-Wied. In diesem Jahr wird die TK das Verfahren, bei dem die Gebärmutterschleimhaut verödet wird, in Mecklenburg-Vorpommern ambulant verfügbar machen.

Individuelles Gesundheitsmanagement ermöglichen

Gerade ältere und chronisch kranke Patienten benötigen neben der Verfügbarkeit von Spitzenmedizin eine dauerhafte Betreuung. Dazu startet die TK im ersten Quartal einen neuen Service für ihre Versicherten. Die TK-App wird zum persönlichen Gesundheitspartner. Neben individuellen Empfehlungen werden Nutzern personalisierte Angebote unterbreitet. In der ersten Ausbaustufe wird sich dabei in Mecklenburg-Vorpommern auf die weit verbreiteten Herzerkrankungen konzentriert.