Schwerin, 19. Mai 2021. Neun von zehn Menschen in Norddeutschland wünschen bei einer Pflegebedürftigkeit, möglichst im eigenen Zuhause wohnen zu bleiben. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Für 72 Prozent der Befragten kommt ein betreutes Wohnen infrage. 55 Prozent würden zu Angehörigen ziehen. Nur drei von zehn aus dem Norden favorisieren ein Pflegeheim.

"Es wird deutlich, dass die Pflege in den eigenen vier Wänden nach wie vor oberste Priorität hat. Deshalb müssen wir mit Informationen und konkreten Angeboten unterstützen", erklärt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. "So kann zum Beispiel die Digitalisierung dabei helfen, die Herausforderungen in der Pflege zu lösen." Laut der Forsa-Umfrage sind davon 57 Prozent der Befragten in Norddeutschland überzeugt.

Während 2017 rund 91.000 Pflegebedürftige in Mecklenburg-Vorpommern gezählt wurden, waren es laut Statistischem Landesamt zum Jahresende 2020 nahezu 103.000 Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen haben. Und Expertinnen und Experten rechnen mit einer weiteren Zunahme.

Die TK setzt sich dafür ein, digitale Chancen in der Pflege stärker zu nutzen. Dazu gehört auch der Einsatz von Smart-Home-Technologien, die den Verbleib im gewohnten Umfeld unterstützen können. Smarte Hilfe im Pflegealltag bieten beispielsweise Apps und Sensoren für den Haushalt und Videochat-Angebote mit Pflegekräften. 

"Schon heute werden Versicherte von der TK digital unterstützt - vom Online-Pflegeantrag über virtuelle Pflegekurse bis hin zur App TK-PflegeKompakt mit allen wichtigen Infos und Ansprechpersonen für jede Pflegesituation", so die TK Landeschefin.  

Hinweis für die Redaktion

Der TK-Meinungspuls Gesundheit erhebt, wie die Menschen in Deutschland zur eigenen Pflege stehen und welche Erwartungen sie an die Pflege der Zukunft haben. Im Auftrag der TK befragte Forsa hierzu im Januar 2021 bevölkerungsrepräsentativ 2.001 Menschen in Deutschland. Unter dem Begriff Norddeutschland sind die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst.