Düsseldorf, 16. Juli 2021. Pflegekräfte in Kliniken und Altenheimen sind in Nordrhein-Westfalen gesundheitlich stärker belastet als Beschäftigte in anderen Berufen. Mit 23,3 Tagen fehlten professionell Pflegende in NRW 2020 deutlich länger am Arbeitsplatz als der Durchschnitt der Erwerbstätigen mit 15,7 Tagen, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihres Gesundheitsreports mit. 

"Die Werte zeigen, wie hoch die Belastung für die Pflegenden ist. Es ist auch mit Blick auf den Fachkräftemangel wichtig, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflege zügig verbessert werden", erklärt Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung und ergänzt: "Hier bietet auch die Digitalisierung viele Chancen zur Unterstützung und Entlastung." 

Pflegeberufe gehen auf den Rücken und die Psyche 

Auffällig ist auch die Verteilung der Fehltage auf einzelne Krankheitsbilder: Pflegekräfte fehlten überdurchschnittlich oft wegen Muskel-Skelett-Beschwerden wie Rückenschmerzen oder wegen psychischer Erkrankungen. Mit 4,9 beziehungsweise 4,8 Tagen lagen die Werte deutlich über den Durchschnittswerten aller Erwerbstätigen (2,6 und 2,7 Fehltage). 

Hinweis für die Redaktion

Die genannten Daten stammen aus einer Sonderauswertung im Rahmen des Gesundheitsreports Länderreport Nordrhein-Westfalen 2021 (PDF, 2,6 MB) der TK. Grundlage dafür bilden die mehr als fünf Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen, davon mehr als 1,3 Millionen in NRW (Berufstätige und ALG 1-Empfänger), Stand April 2021.