Mit dem Projekt "Gemeinsam gegen Einsamkeit" geht die TK mit der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. und dem Kompetenzzentrum Demenz neue Wege. Mithilfe eines simplen "Ein-Knopf-Computers" - genannt KOMP - sollen an Demenz erkrankte Schleswig-Holsteiner in Kontakt mit Angehörigen und Freunden bleiben können. Die einfache digitale Lösung des norwegischen Start-Ups "No Isolation" soll die soziale Isolation verhindern.

Der einfache "Ein-Knopf-Compu­ter"

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Fünf Geräte in Schleswig-Holstein verfügbar

KOMP sieht aus wie ein kleines TV-Gerät, hat aber im Gegensatz zu klassischen Fernsehapparaten nur einen einzigen Knopf. Mit diesem schalten die Nutzer das Gerät ganz einfach nur an und aus. Über den Bildschirm werden Fotos, Nachrichten und Videoanrufe von Familie und Freunden übertragen. Diese wiederum übermitteln ihre persönlichen Inhalte über eine App von Zuhause aus oder von unterwegs.

"Wir sind davon überzeugt, dass es sowohl für Betroffene als auch für deren Familien eine große Hilfe sein kann", betont Anne Brandt, die das Projekt gemeinsam mit Anna Jannes bei der Alzheimer Gesellschaft betreut. 

Anne Brandt

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Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e. V.

In dem Pilotprojekt stehen insgesamt fünf Geräte in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Eines der Geräte befindet sich in der Musterwohnung für Menschen mit und ohne Demenz des Kompetenzzentrums Demenz in S.H. und kann nach Absprache angeschaut werden. Erprobt werden soll, ob durch dieses technische Mittel die Einsamkeit tatsächlich reduziert werden kann und die Handhabung für Menschen mit Demenz geeignet ist. Daher wird das Projekt auch wissenschaftlich begleitet.  "Gemeinsam gegen Einsamkeit" wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung von der TK unterstützt. 

Das Gerät zeigt, wie eine hochentwickelte Technik auf das Wesentliche reduziert wird und so in der Praxis auch schnell und unkompliziert genutzt werden kann. 
Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein

Evaluation zeigt: Förderung von sozialer Teilhabe für Demenzerkrankte und Entlastung für Angehörige

Erste Ergebnisse einer Evaluation des Projekts im November 2020 ergaben bereits, dass die soziale Teilhabe von Menschen mit Demenz bei frühzeitigen Einsatz durch das Gerät gefördert werden kann. Kontakte können zudem langfristig aufrechterhalten bleiben und bereits bestehende Kontakte gestärkt werden. Zudem entlastet KOMP pflegende Angehörige durch eine psychische und zeitliche Unterstützung.

Allerdings zeigte die Evaluation auch, dass die Eignung von KOMP von dem Krankheitsverlauf und den individuellen Fähigkeiten der demenzerkrankten Personen abhängig ist. Es besteht in dem Fall die Notwendigkeit, KOMP an die jeweiligen Bedürfnisse und Fertigkeiten der erkrankten Person anzupassen.