Menschen mit Kontakt zu Demenzbetroffenen sind weniger häufig bereit zu pflegen. So können sich unter denjenigen, die in den letzten fünf Jahren mit Menschen mit Demenz in Berührung gekommen sind, 17 Prozent nicht vorstellen, einen Angehörigen zu pflegen. Unter denjenigen, die keinen Kontakt zu Demenzbetroffenen hatten, wären hingegen nur 11 Prozent nicht bereit zu pflegen. Einkommen und Haushaltsgröße spielen ebenfalls eine Rolle: Die Pflegebereitschaft bei Menschen mit geringem Einkommen (77 Prozent) und einem Ein-Personen-Haushalt (78 Prozent) ist schwächer ausgeprägt als im Bevölkerungsdurchschnitt.

Demenz schreckt ab

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Menschen mit Kontakt zu Demenzbetroffenen sind weniger häufig bereit zu pflegen. So können sich unter denjenigen, die in den letzten fünf Jahren mit Demenz in Berührung gekommen sind, 17 Prozent nicht vorstellen, einen Angehörigen zu pflegen. Unter denjenigen, die keinen Kontakt zu Menschen mit Demenz hatten, sagen dies nur 11 Prozent.

Wenig Erfahrung mit Demenzbetroffenen

Obwohl über 1,5 Millionen Personen in Deutschland von Demenz betroffen sind, fehlt es vielen Leuten an persönlichen Erfahrungen mit dieser Erkrankung. Insbesondere die jüngeren Altersgruppen haben kaum Berührungspunkte: Unter den 18- bis 39-Jährigen standen lediglich 12 Prozent während der letzten fünf Jahre in intensivem Kontakt mit einem Demenzbetroffenen. Bei den Befragten ab 60 Jahren liegt der Anteil mit 23 Prozent knapp doppelt so hoch. Auch innerhalb von Deutschland gibt es Unterschiede, während in den alten Bundesländern 67 Prozent der Menschen kaum oder gar keinen Kontakt zu Personen mit Demenz hatten, sind es in den neuen Bundesländern nur 60 Prozent.

66% haben keinen Kontakt zu dementen Menschen

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Zwei Drittel der Befragten haben oder hatten in den letzten fünf Jahren kaum oder keinen Kontakt zu Menschen mit Demenz. Nur etwa jeder Fünfte steht oder stand im intensiven Kontakt zu einem Betroffenen, bei 16 Prozent bestand ein lockerer Kontakt in den letzten fünf Jahren.

Erfahrung mit Demenz steigert Sorge vor eigener Erkrankung

Wer persönlichen Kontakt zu Menschen mit Demenz hat, hat auch häufiger Angst selber zu erkranken. Unter den Befragten mit Kontakt zu Demenzbetroffenen äußerten 58 Prozent große Sorgen, selbst zu erkranken. Bei den Befragten ohne Kontakt zu Personen mit Demenz, teilt diese Sorge nur die Minderheit (46 Prozent).

Nähe zu Demenz nährt Angst vor Demenz

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Wer persönlichen Kontakt zu Demenzbetroffenen hat, hat auch häufiger Angst selbst zu erkranken. Unter den Befragten mit Kontakt zu Menschen mit Demenz äußerten 58 Prozent große Sorgen, selbst zu erkranken. Bei den Befragten ohne Kontakt zu Personen mit Demenz, teilt diese Sorge nur eine  Minderheit von 46 Prozent.

Bereitschaft Menschen mit Demenz zu pflegen - im Süden am größten

Bei der Bereitschaft zur Pflege von Angehörige mit Demenz gibt es regionale Unterschiede. In den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg können sich 83 bzw. 85 Prozent der Menschen vorstellen, einen Menschen mit Demenz zu pflegen. Dabei zeigen sich vor allem die Jüngeren bereit, die Pflege von Demenzbetroffenen zu übernehmen: 82 Prozent der 18- bis 39-Jährigen erklärten ihre Bereitschaft, während es bei den 40- bis 59-Jährigen nur 76 Prozent sind.

Einen Ange­hö­rigen mit Demenz pflegen

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Bei der Bereitschaft zur Pflege von Demenzbetroffenen gibt es regionale Unterschiede. In den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg können sich 83 beziehungsweise 85 Prozent der Befragten vorstellen, einen Menschen mit Demenz zu pflegen. In Berlin und Brandenburg sind es hingegen 72 Prozent.

Hinweis für die Redaktionen

Im Auftrag der TK befragte Forsa im April 2018 für den TK-Meinungspuls Pflege bevölkerungsrepräsentativ 1.007 Menschen in Deutschland zum Thema Pflege. In computergestützten Telefoninterviews wurden in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren befragt. Die Stichprobe ist nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung gewichtet.