Einen Menschen zu pflegen kostet sehr viel Kraft. Über die Fürsorge für den anderen vergessen viele Pflegende, auf sich selbst zu achten. Dabei stellen die körperliche und emotionale Nähe sowie die Verantwortung für den Pflegebedürftigen eine starke Beanspruchung dar. Nicht wenige geraten hierdurch an ihre Grenzen. Die eigene seelische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und Strategien, um mit Stress und Herausforderungen umzugehen, rücken zunehmend in den Fokus.

Die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz veranstaltete daher am 3. Dezember 2019 im Ingelheimer Weiterbildungszentrum gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, der Landespflege-, Ärzte- und Psychotherapeutenkammer sowie der Katholischen Hochschule Mainz ein Pflegeforum. An diesem Tag standen ausschließlich Menschen, die privat oder beruflich pflegen, im Mittelpunkt.

Workshops zur Stärkung der Resilienz 

Am Vormittag hatten Teilnehmer beispielsweise die Möglichkeit, einen Impulsvortrag der Landespsychotherapeutenkammer (LPK) zum Thema "Resilienz" zu hören. LPK-Vorstandsmitglied Ulrich Bestle schilderte, welche Anzeichen darauf hinweisen können, dass man etwas mehr für sich tun sollte. Darüber hinaus beschrieb Bestle praktische Strategien, die - Schritt für Schritt - dazu verhelfen, seelisch widerstandsfähiger zu werden. Am Nachmittag konnten die Gäste an kostenfreien Workshops zur psychischen und physischen Resilienz teilnehmen. Da erfahrungsgemäß die Pflegetätigkeit selbst und die psychische Belastung auf den Rücken gehen können, bot die TK in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege einen Workshop zur Förderung der Rückengesundheit an.

Flyer nennt Tipps zur mentalen Stärkung

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern hat die TK außerdem einen Flyer entwickelt, in dem verschiedene Tipps zur Kräftigung der mentalen Stärke pflegender Menschen zu lesen sind. Darüber hinaus nennt das Faltblatt auch Symptome, die auf eine Überlastung hinweisen.

Flyer "Hilfe für Helfende" (PDF, 300 kB)